Volk befürwortet "Inländervorrang light"

Bilaterale Veträge wichtiger als scharfe Umsetzung der MEI

Der Inländervorrang light, mit dem das Parlament die Masseneinwanderungsinitiative MEI umsetzen will, kommt beim Volk relativ gut an. Würde jetzt darüber abgestimmt, würde die Vorlage angenommen.

Wie die «NZZ am Sonntag» berichtet, hätte die Vorlage aktuell eine Mehrheit von 57 Prozent. Die Zeitung beruft sich dabei auf eine aktuelle Umfrage des Forschungsinstituts GfS Bern. Ebenso viele Befragte glauben, dass eine schärfere Lösung möglich gewesen wäre. Allerdings gewichten 58 Prozent die Bilateralen Verträge höher als eine wortgetreue Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative. Nur 40 Prozent sehen in der Umsetzung einen Verfassungsbruch.

Die Umfragen zeigen zudem, dass die Bilateralen Verträge von der Bevölkerung immer mehr Zuspruch erhalten. Vor zwei Jahren äusserten sich noch die Hälfte der Befragten skeptisch gegenüber dem Vertragswerk. Jetzt sind es noch ein Viertel.