Zuger Polizei zieht eine positive Bilanz

Der Kanton Zug verzeichnete 2016 wieder weniger Straftaten

Einbrecher (Symbolbild)

Die Zahl der Straftaten im Kanton Zug ist im Jahr 2016 leicht zurückgegangen. Die Polizei registrierte 6770 Delikte, dies sind 47 weniger als im Vorjahr. Sexualstraftaten und Fälle von häuslicher Gewalt haben jedoch stark zugenommen.

Pro tausend Einwohner wurden im Kanton Zug im vergangenen Jahr 44,2 Straftaten aus dem Strafgesetzbuch registriert. Damit liegt Zug deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt von 56,2 Straftaten, wie die Zuger Strafverfolgungsbehörden mitteilen. Die Zuger Polizei zeigt sich mit der Kriminalstatistik 2016 grundsätzlich sehr zufrieden.  

Weniger schwere Delikte und Einbrüche

Markant gesunken sind sowohl die schweren Leib-und-Leben Delikte als auch die schweren Körperverletzungen. "Dass die Zuger Strafverfolgungsbehörden 92 Prozent dieser Delikte aufklären und die Täterschaft zur Rechenschaft ziehen konnte, ist erfreulich und für die Opfer dieser Straftaten sehr wichtig", sagte Thomas Armbruster, Chef Kriminalpolizei. Erneut zurückgegangen sind auch die Einbruchszahlen. 2016 haben sich 551 Einbruchdiebstähle ereignet. Dies sei der tiefste Stand in den letzten sechs Jahren.

Deutlich mehr Fälle von häuslicher Gewalt und Sexualdelikten

Trotzdem gab es auch Straftaten, welche im letzten Jahr zunahmen. Mehr als einmal pro Tag musste im vergangenen Jahr eine Polizeipatrouille wegen häuslicher Gewalt ausrücken. Die Zahl stieg von 361 im Vorjahr auf 402. Auch wurden fast doppelt so viele Massnahmen wie im Vorjahr ausgesprochen. Delikte gegen die sexuelle Integrität haben um markante 41 Prozent, von 66 auf 93 Fälle, zugenommen. Diese Zunahme sei vor allem darauf zurückzuführen, dass mehr Anzeigen wegen sexueller Nötigung und sexueller Handlungen mit Kindern gemacht wurden, so die Zuger Polizei. Zugenommen hat auch der Tatbestand der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte sowie Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen.

Verschiedene Herausforderungen

Nebst der Einbruchsbekämpfung bildet die Zuger Polizei zukünftig ein weiterer Schwerpunkt bei der Bekämpfung der Internetkriminalität. Es gebe kaum mehr eine Straftat, welche nicht in irgendeiner Form elektronische Spuren aufweise, so die Zuger Polizei weiter. Eine weitere grosse Herausforderung für die Zuger Polizei ist aber auch der Spardruck des Kantons Zug. Trotz Personalabbau und den knapper werdenden Ressourcen sei es wichtig, die Sicherheitslage für den Kanton Zug auf einem gewohnt guten Stand halten zu können.

Audiofiles

  1. Kriminalstatistik des Kantons Zug fällt erfreulich aus. Audio: Fabian Kreienbühl