Bund muss Details zu Pannen-AKW bekannt geben

Greenpeace bekommt Recht vom Bundesverwaltungsgericht

Kernkraftwerk Beznau

Rund um den Zustand des Atomkraftwerks Beznau I soll es bald weitere Details geben. Wie Greenpeace in einer Mitteilung schreibt, hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass die Aufsichtsbehörde des Bundes die Unterlagen zum Zustand des Kraftwerks nicht pauschal schwärzen darf.

Seit längerem ist das AKW Beznau I abgeschaltet. Grund dafür sind verschiedene Probleme unter anderem am Druckbehälter der Anlage. Sämtliche Details dazu sind jedoch nicht bekannt. Das eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI hat nämlich nur einen fast komplett geschwärzten Bericht veröffentlicht. Greenpeace hatte daraufhin beim Bundesverwaltungsgreicht geklagt und nun Recht bekommen. Das ENSI muss nun im Bericht alles entschwärzen, was nicht zu den Geschäftsgeheimnisen gehört.

Greenpeace ist allerdings noch nicht komplett zufrieden mit dem Urteil. Kritisiert wird der Entscheid des Bundesgerichts, dass der Bericht erst zugänglich gemacht werden muss, wenn das AKW Beznau I wieder in Betrieb ist.