Victorinox investiert in Seewen 50 Millionen Franken

Neues Verteilzentrum mit bis zu 35 Arbeitsplätzen

Offiziersmesser der Firma Victorinox.

Der Taschenmesser-Hersteller Victorinox baut in Seewen im Kanton Schwyz ein neues Verteilzentrum. Wie die Luzerner Zeitung berichtet, wird das entsprechende Baugesuch noch diese Woche eingereicht. Kosten soll das neue Victorinox-Gebäude rund 50 Millionen Franken. Dereinst sollen dort bis zu 35 Mitarbeiter beschäftigt werden.

«Nach Baustart wird mit einer Bauzeit von rund zwei Jahren gerechnet», zitiert die Zeitung aus einer Mitteilung. Das Verteilzentrum mit einem Gebäudevolumen von 173 000 Kubikmetern ist für 30 bis 35 Arbeitsplätze ausgelegt. Die Investition beträgt rund 50 Millionen Franken. Die Victorinox betreibt heute 17 verschiedene Lagerstandorte in der Schweiz und in Europa. Es bestehe dringender Handlungsbedarf, diese Situation zu verbessern. Durch das Zusammenführen der sechs regionalen Aussenlager könne zudem der Werksverkehr im Schwyzer Talkessel «deutlich verringert» werden, da die zahlreichen Transferfahrten zwischen den verschiedenen Standorten wegfallen. Zudem soll dank dem direkten Gleisanschluss die Bahn vermehrt genutzt werden. 

Zweijährige Evaluation

Seit rund zwei Jahren hat sich eine Arbeitsgruppe mit der Entwicklung eines optimierten Logistiknetzwerks befasst. Schliesslich hat sich die Firma für den Standort in Seewen entschieden. Abklärungen ergaben, dass mit entsprechenden Massnahmen ein Zentrallager in der Schweiz «durchaus konkurrenzfähig» sein kann. Zusätzlich spreche für den Schweizer Standort die Tatsache, dass vier der fünf Produktkategorien in der Schweiz hergestellt werden.