Nachrichtendienst überwacht rund 90 Risikopersonen

Immer mehr verdächtige Internetnutzer werden beobachtet

Terrorismus (Symbolbild)

Der Nachrichtendienst des Bundes NDB überwacht derzeit fast 90 Personen, welche die Sicherheit in der Schweiz gefährden könnten. Das hat der Bund an seiner jährlichen Medienkonferenz zur Sicherheit des Landes mitgeteilt. 

Eine konkrete Anschlagsgefahr gehe aber nicht von all diesen Personen aus. Dennoch könne bereits eine einzelne Person unter Umständen verheerend sein, sagte NDB-Chef Markus Seiler. Der Bund hat derzeit zwischen 85 und 94 Dschihadisten auf dem Radar, die «ein erhöhtes Risiko für die Schweiz darstellen». Die Risikogruppe könne nur grob beschrieben werden. Es seien mehr Männer als Frauen und mehr Junge als Alte. Sie kommen aus allen Regionen der Schweiz, die meisten leben in stadtnahen Gebieten.

Fast 500 auffällige Internet-Nutzer

2016 hat der Nachrichtendienst des Bundes rund 500 Personen im Internet beobachtet, welche in der Schweiz Propagandamaterial zur Verherrlichung der dschihadistischen Ideologie verbreiteten. Ein klarer Anstieg: 2014 waren es noch knapp 300 gewesen.

Der Nachrichtendienst des Bundes zählte bisher zudem rund 80 Personen die von der Schweiz aus zu einer islamistischen Terror-Organisation gereist sind. Gegen 60 Personen führt sie deswegen derzeit ein Strafverfahren.