Stadt Luzern will mehr gegen häusliche Gewalt machen

Geprüft werden sollen Schulungen und Informationskampagnen

Mann schlägt ein Kind (Symbolbild)

Die Stadt Luzern soll mehr gegen häusliche Gewalt unternehmen. Das verlangen SP und JUSO mit einem Vorstoss im Luzerner Stadtparlament. Die Luzerner Stadtregierung will diesem Anliegen nachkommen, schreibt sie in ihrer Antwort dazu. 

Der Kanton Luzern mache zu wenig gegen häusliche Gewalt. Dieser Meinung ist auch die Luzerner Stadtregierung, wie sie in der Antwort auf einen Vorstoss von SP und JUSO im Stadtparlament schreibt. Der teilweise Rückzug des Kantons aus der Thematik aus Spargründen sei nicht zweckmässig. Der Kanton ziehe sich damit bei einer Aufgabe, die in dessen Zuständigkeit liege, aus der Verantwortung, schreibt die Luzerner Stadtregierung in ihrer Antwort weiter.

"Die Frage ist jetzt, inwiefern die Stadt Luzern hier in die Bresche springen soll", so Martin Merki, Sozialdirektor der Stadt Luzern, auf Anfrage gegenüber Radio Pilatus. Die Stadtregierung sei aber bereit, Aufgaben zwecks Gewaltprävention, die bislang durch den Kanton ausgeübt worden seien, zusammen mit den damit verbundenen Kosten genauer prüfen zu lassen. Nach einer ersten Grobschätzung rechne man dafür mit einem tiefen sechsstelligen Betrag. In Frage kommen würden verschiedene Angebote wie Schulungen und Informationskampagnen. Die Luzerner Stadtregierung will das häusliche Gewalt zudem auch in ihrem nächsten Sicherheitsbericht 2019 behandeln.