Achtung vor dem Frühlingsputz

Rund 40'000 Menschen verunfallen jährlich in der Schweiz beim Putzen und Kochen

Der Slow down-Engel als Putzteufel

Der Wintereinbruch von vergangener Woche hat dem Vorhaben vielleicht etwas Aufschub gegeben. Doch nun juckt es, den Frühlingsputz in Angriff zu nehmen. Aber Achtung: Bei zu grosser Hektik kann es schnell zu einem Unfall kommen. Deshalb rät die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung, grosse Putzaktionen auf mehrere Tage zu verteilen.

Rund 40'000 Menschen verunfallen jährlich in der Schweiz beim Putzen und Kochen. Ein Teil dieser Unfälle geht auf das Konto des Frühlingsputzes, weil sich etliche Menschen zu viel Arbeit für einen einzigen Tag vornehmen und dann in der Hektik verunglücken. Darum gilt: «Slow down» beim Frühlingsputz.

Vorsicht mit Putzmitteln

Jedes Jahr müssen sich in der Schweiz mehr als 12'000 Personen aufgrund von Vergiftungen und Verätzungen behandeln lassen. Viele davon passieren bei der Verwendung von Putzmitteln. Es ist deshalb wichtig, dass bei Putzmitteln und Chemikalien die Warnaufschriften gelesen und die Gebrauchsanweisungen befolgt werden. Weiter sind Schutzhandschuhe und bei starken Säuren und Laugen zusätzlich eine Schutzbrille zu tragen. Bei Dämpfen muss für eine gute Belüftung gesorgt werden. Zudem sollten überflüssige Chemikalien regelmässig in die Verkaufsstellen zurückgebracht werden. Am besten vermeidet man besonders gefährliche Putzmittel ganz.

Um einen Unfall beim Putzen möglichst zu vermeiden, sollten folgende Tipps befolgt werden:

  • Frühlingsputz auf mehrere Tage verteilen und zwischendurch Pausen machen.
  • Putzarbeiten vorbereiten; das nötige Material vor Arbeitsbeginn bereitstellen.
  • Bequeme, aber nicht zu weite Kleider und rutschsichere, geschlossene Schuhe tragen.
  • Nur standsichere Leitern verwenden und nicht mit Stühlen, Kisten oder Bücherstapeln improvisieren.
  • Bei der Fensterreinigung nicht aufs Fensterbrett steigen und hinauslehnen, sondern einen Wischer mit abgewinkeltem Stiel benutzen.
  • Putzgeräte so hinstellen, dass niemand darüber stolpert.
  • Schwere Gegenstände mit geradem Rücken aus der Hocke hochheben.
  • Wegen der Rutschgefahr Mitbewohnende auf nasse Böden hinweisen.
  • Vor der Reinigung von elektrischen Geräten immer zuerst den Stecker herausziehen.
  • Den Kontakt von Strom mit Wasser vermeiden – Lebensgefahr!