VBL: 2016 nur leicht mehr Passagiere

Trotzdem hat das Transportunternehmen ein gutes Jahr hinter sich

Der 1er-Bus der vbl.

Die Verkehrsbetriebe Luzern VBL haben ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 hinter sich. Im vergangenen Jahr wurden 48,6 Millionen Passagiere transportiert, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Das sind rund fünf Prozent mehr als im Vorjahr.

Diese Zunahme bei den transportierten Fahrgästen wurde laut der VBL dank dem Kauf des Nidwaldner Postautobetreibers THEPRA AG aus Stans erzielt. Auf dem Streckennetz in der Stadt Luzern wurden aber nur rund ein halbes Prozent mehr Personen transportiert. Trotzdem müssten die VBL in den kommenden Jahren weiter in neue Busse investieren, sagte VBL-Direktor Norbert Schmassmann anlässlich der Medienkonferenz. Der ÖV müsse auch in Zukunft noch zugänglicher und attraktiver gemacht werden.

VBL setzt auf Digitalisierung

Ausserdem seien im vergangenen Jahr wichtige Meilensteine gesetzt und grosse Projekte umgesetzt worden. Dazu gehört laut dem Unternehmen etwa die Lancierung der intelligenten Ticket-App "Fairtiq". Die App erfasst die Strecke beim Ein- und Aussteigen und verrechnet dann automatisch den günstigsten Tarif. Die "Fairtiq"-App ist bereits in mehreren anderen Tarifverbünden aktiv. Ab Juni soll die App auch in der Ostschweiz, in Liechtenstein und in Graubünden zum Einsatz kommen.

Weitere wichtige Meilensteine des vergangenen Jahres seien die Inbetriebnahme des Bushubs in Emmenbrücke mit der Wiederelektrifizierung der Linie 2 und der Inbetriebnahme der neuen Trolleybus-Tangentiallinie 5. Ausserdem haben die VBL 2016 das Jubiläum „75 Jahre Trolleybus in Luzern“ gefeiert.

Leichter Gewinnzuwachs

Die VBL haben 2016 einen Gewinn von 1,3 Millionen Franken gemacht, leicht mehr als im Vorjahr. Grund für den höheren Gewinn sei wie bei den Passagierzahlen der Zukauf des Nidwaldner Postautobetreibers THEPRA.