Nein zur KESB-Initiative im Kanton Schwyz

Stimmvolk sagt auch Nein zur Initiative PlusEnergiehaus

Im Kanton Schwyz geht das Vormundschaftswesen nicht wieder zurück in die Obhut der Gemeinde. Das Stimmvolk hat am Sonntag die KESB-Initiative der SVP knapp abgelehnt.

Der Nein-Stimmenanteil betrug 51 Prozent. 24'511 Personen waren gegen die Initiative "Keine Bevormundung der Bürger und Gemeinden", 23'199 stimmten dafür. Die Stimmbeteiligung lag bei 47 Prozent. Somit bleibt beim Schwyzer Vormundschaftswesen alles beim Alten. Mit der Einführung von Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden hatten die Kantone
auf Geheiss des Bundes 2013 das Vormundschaftswesen reorganisiert. Im Kanton Schwyz übernahm das kantonale Amt für Kindes- und Erwachsenenschutz Ausserschwyz sowie jenes in Innerschwyz die Aufgabe von den Gemeinden.

Die Initianten wollten, dass die Gemeinden wieder die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) führen. In kleineren Gemeinden hätten sich die Behörden überkommunal zusammenschliessen können. Vorkämpfer im Initiativkomitee war der Schwyzer SVP-Nationalrat Pirmin Schwander, Sympathisantin unter anderem die gebürtige Basler Schriftstellerin Zoë
Jenny. Regierung und Parlament lehnten die Initiative ebenfalls ab.

Nein zur PlusEnergiehaus

Weiter lehnten die Schwyzer Stimmberechtigten auch die CVP-Volksinitiative "PlusEnergiehaus - das Kraftwerk für den Kanton
Schwyz" mit einem Nein-Stimmenanteil von 70 Prozent ab. 33'099 Schwyzer legten ein Nein in die Urne, 14'243 ein Ja. Die Initiative hätte verlangt, dass im Kanton ab 2018 nur noch Häuser im PlusEnergiehaus-Standard gebaut werden sollten.