Eltern in der Badi zu oft am Handy

Badmeister schlagen Alarm - Kinder zu wenig gut beaufsichtigt

Eltern sind laut dem Schweizer Badmeisterpräsidenten zu häufig am Handy - und gefährden damit das Leben ihrer Kinder.

Schweizer Badmeister schlagen Alarm. Eltern seien zu oft am Handy in der Badi und könnten somit ihre Aufsichtspflicht nicht mehr richtig wahrnehmen. Sie würden zwar in der Nähe der Kinder sitzen, würden aber kaum etwas mitbekommen. Das sei extrem gefährlich.

Beinahe täglich müsse er Mütter oder Väter darauf aufmerksam machen, dass sie doch das Handy beiseite legen sollten, sagt der Schweizer Badmeisterpräsident Michel Kunz zur "Schweiz am Wochenende".

Eigentlich müsste man ein Handyverbot zumindest prüfen, denn es geht um Kinderleben. 

Ob das Verbot für alle gelten solle oder nur für Eltern wird nicht näher erläutert. Laut der SLRG, der grössten Organisation für Wassersicherheit in der Schweiz gilt: Kinder dürfen nur begleitet ans Wasser. Und kleine Kinder müssen stets in Griffnähe beaufsichtigt werden.

Die Badmeister könnten ungmöglich Kindergärtner sein,

sagt Philipp Binaghi von der SLRG. Kinder würden meist auf den Vorderkopf fallen und könnten innerhalb von 20 Sekunden ertrinken.

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu ist nicht für ein Handyverbot. Aber sie will auf die Problematik aufmerksam machen, mit Plakaten aber auch T-Shirts für Badmeister, auf denen auf das Problem hingewiesen werde.