KESB Stadt Luzern: Mehr Fälle im Bereich Kindesschutz

Die Stadtregierung ist mit der Arbeit der KESB zufrieden

Die Kinder- und Jugendsiedlung Utenberg in der Stadt Luzern

Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Luzern hat 2016 deutlich mehr Fälle bearbeiten müssen als im Jahr zuvor. Zugenommen hat vor allem die Zahl der Fälle im Bereich Kindesschutz. 

Bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde KESB der Stadt Luzern sind im vergangenen Jahr mehr Fälle eingegangen als im Vorjahr. Wie die Behörde am Dienstag mitteilte, gingen rund 1’300 neue Anträge ein, fast 10 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Verantwortlich für den Anstieg ist laut der KESB vor allem der Bereich Kindesschutz. Dort hat es fast 100 Fälle mehr gegeben. Die markante Zunahme führt die KESB auf eine "hohe Sensibilisierung" zurück. Während die Anzahl Fälle im Bereich Kindesschutz zugenommen haben, blieb sie im Bereich Erwachsenenschutz stabil.

Weniger Massnahmen angeordnet

Trotz mehr Fällen war die Zahl der neu angeordneten Massnahmen rückläufig. Solche werden nur angeordnet, wenn die KESB feststellt, dass ein Kind oder ein Erwachsener gefährdet ist. 2016 erliess die KESB der Stadt Luzern knapp 247 neue Massnahmen, das sind 17 Prozent weniger als im Vorjahr. Von den neu angeordneten Massnahmen betrafen 114 (-19 Prozent) Kinder und 133 (-16 Prozent) Erwachsene.

Die Luzerner Stadtregierung ist mit der Arbeit der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde KESB zufrieden. Die KESB arbeite sehr pflichtbewusst und verantwortungsvoll, so Martin Merki, Sozialdirektor der Stadt Luzern. Dazu würden vor allem die langjährigen und erfahrenen Mitarbeiter beitragen.