Rekord: Schweizer geben für Auslandreisen so viel wie nie aus

Fremdenverkehrsbilanz erstmals seit 1975 negativ

Im vergangenen Jahr haben Schweizerinnen und Schweizer auf Ihren Reisen im Ausland erstmals mehr Geld ausgegeben, als ausländische Gäste in der Schweiz. Die sogenannte Fremdenverkehrsbilanz war damit erstmals in seiner Geschichte negativ. Jahrzehntelang waren Milliardenüberschüsse die Regel.

Noch nie haben Schweizerinnen und Schweizer bei Auslandreisen so viel Geld ausgegeben wie vergangenes Jahr. Jedenfalls nicht seit 1975. Seither wird die sogenannte Fremdenverkehrsbilanz geführt, teilt das Bundesamt für Statistik mit. Insgesamt gaben Schweizer Gäste im Ausland 16,3 Milliarden Franken aus, während ausländische Gäste in der Schweiz lediglich 16 Milliarden Franken ausgaben. Darin sind auch die Ausgaben von Kurzaufenthaltern und Grenzgängern sowie des Tages- und Transitverkehrs enthalten.

Grund dafür sei unter anderem die Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank SNB am 15. Januar 2015. Dies habe dazu geführt, dass weniger Touristen in Schweizer Hotels übernachten.

Seit die Fremdenverkehrsbilanz 1975 eingeführt wurde, resultierte bisher immer ein positives Ergebnis. Während Jahrzehnten waren gar Milliardenüberschüsse die Regel.