Luzern: Datenschützer hat zu wenig Personal

Seit 12 Jahren wartet man auf eine Pensenerhöhung

Datenschutz und Privatsphäre sind für viel zu viele Apps Fremdwörter

Der Datenschützer des Kantons Luzern kann nicht alle Arbeiten so ausführen, wie es das Gesetz eigentlich vorsieht. Der Grund dafür ist zu wenig Personal, wie es im Jahresbericht 2016 heisst.

Der Luzerner Datenschützer hat im vergangenen Jahr 290 Fälle behandelt. Das sind fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Trotzdem bleibt die Personalsituation angespannt. Seit 12 Jahren verfügt der Datenschützer über ein 90-Prozent-Pensum, obwohl sich seither die Arbeit beinahe verdoppelt hat.

"Früher oder später wird es zu Zwischenfällen kommen."

Deshalb könne man nicht einmal die gesetzlichen Vorschriften wie beispielsweise Kontrollen einhalten, sagt der kantonale Datenschützer Reto Fanger: „Wenn wir solche Kontrollen nicht regelmässig durführen können, wird es früher oder später zu Zwischenfällen kommen. Personendaten werden dann irgendwo landen, wo sie nicht hingelangen sollten. Potentiell sind davon sehr viele Bürgerinnen und Bürger im Kanton Luzern betroffen.“

Am häufigsten beschäftigte sich der Datenschützen mit Anfragen von kantonalen Stellen und von Privaten, heisst es im Jahresbericht