Freizügigkeitsabkommen: Bund zieht positive Bilanz

Zuwanderer verdrängen Einheimische nicht

Ausländer nehmen den Schweizern ihre Jobs nicht weg. Zu diesem Schluss kommt das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO in einer Analyse zur Personenfreizügigkeit, zu welcher die Schweiz inzwischen seit 15 Jahren dazugehört.

Seit nunmehr 15 Jahren ist das Freizügigkeitsabkommen mit der EU in Kraft, zum 13. Mal hat das SECO die Auswirkungen auf den Schweizer Arbeitsmarkt untersucht. Der Bund zieht ein positives Fazit über die Personenfreizügigkeit. Demnach verdrängen Zuwanderer Einheimische nicht vom Arbeitsmarkt. Auch Lohndumping könne dank flankierenden Massnahmen verhindert werden, so das SECO weiter.

Die hohe Zuwanderung führt zwar seit Jahren zu politischen Kontroversen, aber nicht zu mehr Arbeitslosigkeit. Die Erwerbsbeteiligung hat in den letzten 15 Jahren zugenommen - sowohl bei den Schweizerinnen und Schweizern als auch bei den Zuwanderern, wobei Zuwanderer ein erhöhtes Erwerbslosigkeitsrisiko haben.

Das Abkommen über die Personenfreizügigkeit gewährt EU-Bürgern freien Zugang zum Schweizer Arbeitsmarkt. Umgekehrt können auch Schweizerinnen und Schweizer in der EU eine Stelle suchen. Vergangenes Jahr waren so 35’000 Personen in die Schweiz gekommen. Das ist rund ein Viertel weniger als noch im Jahr zuvor.

Audiofiles

  1. 15 Jahre Personenfreizügigkeit. Audio: Matthias Strasser