Raserbande gestoppt: Mit 280 km/h auf der Autobahn unterwegs

«Es war einfach geil so schnell unterwegs zu sein»

Die Luzerner Polizei im Einsatz (Symbolbild)

Die Luzerner Polizei hat eine Bande von sechs Rasern ermittelt, welche seit rund drei Jahren die Zentralschweiz unsicher machte. Einer der Raser bretterte mit 280 km/h über die Autobahn im Kanton Uri, teilt die Luzerner Staatsanwaltschaft mit. Den Rasern droht bis zu vier Jahre Gefängnis.

Auf die Männer aufmerksam wurde die Luzerner Polizei nach einer Hausdurchsuchung wegen einer Drohung dieses Jahr. Bei der Durchsuchung beim mutmasslichen Täter im Kanton Nidwalden stellte die Polizei diverse Datenträger sicher. Darauf entdeckten die Polizisten dann mehrere Videoaufnahmen von Raserfahrten des mutmasslichen Drohers und weiteren Personen, so die Luzerner Staatsanwaltschaft in ihrer Mitteilung.

Nach intensiven Ermittlungen konnten am Ende sechs Männer eruiert werden. Diese mieteten jeweils PS-starke Autos und bretterten damit über die Autobahn. Ein 21-jähriger Mann aus dem Kanton Nidwalden raste dabei nur sechs Tage nach dem er seinen Ausweis erhalten hatte mit 280 km/h über die Autobahn bei Altdorf. Aber auch in Stans raste er auf der Autobahn mit 210 km/h auf dem Tacho. Ausserdem wurde bei ihm verbotene Pornographie gefunden. 

Die anderen fünf mutmasslichen Raser stammen ebenfalls aus dem Kanton Nidwalden und sind zwischen 21 und 24 Jahre alt. Auch sie sind gemäss der Luzerner Staatsanwaltschaft mehrfach massiv zu schnell gefahren und hätten zudem gegen das Waffen- und das Betäubungsmittelgesetz verstossen.

«Es war einfach geil so schnell unterwegs zu sein!»

Räuig zeigten sich die Männer offenbar nicht, wenn man die Mitteilung der Luzerner Staatsanwaltschaft liest. Einer der Beschuldigten habe zu Protokoll gegeben: «Es war einfach geil so schnell unterwegs zu sein!» Von diesem Mann gibt es ein Video das zeigt, dass er mit 213 km/h auf der Autobahn gerast war. Ausserdem fuhr er mehrfach mit einem Auto, obwohl er seinen Führerausweis abgeben musste.

Bis zu vier Jahre Gefängnis

Alle sechs Personen, ein Bosnier, zwei Deutsche und drei Schweizer, mussten ihre Führerausweise abgeben. Gemäss der via sicura, in welcher auch Strafen für Raserdelikte geregelt sind, droht ihnen bis zu vier Jahre Gefängnis.