Europa soll Windenergie besser nutzen

Die Zusammenarbeit soll enger werden fordern Forscher

Windenergie könnte europaweit besser und konsequenter genutzt werden.

Europa soll bei der Windenergie enger zusammenarbeiten. Damit könnten wetterbedingte Schwankungen deutlich besser abgefangen werden und die Windenergie wäre konstanter. Zu diesem Schluss kommen Forscher der ETH Zürich und Wissenschaftler aus Grossbritannien.

Das grosse Problem bei der Windenergie sei, dass es zuviel Strom gibt, wenn es windet. Die Produktion hingegen steht, wenn Flaute herrscht. Darum müsse man laut den Forschern über die Landesgrenzen hinaus planen. Denn: Irgendwo windet es immer. Das es auf dem ganzen Kontinent windstill sei, das komme praktisch nicht vor, so die Forscher weiter. 

Heute stehen die meisten Windanlagen um oder in der Nordsee. Ist es dort einmal Windstill, so breche die Produktion ein. Wären die Anlagen europaweit besser verteilt, könnte man dies abfangen und den Strom an einem anderen Ort produzieren.

In einem europaweiten Energiesystem mit erneuerbaren Stromquellen sehen die Forscher der ETH auch Chancen für die Schweiz. Diese könnte ihre Energie aus den Wasserkraftwerken anbieten, um kurzfristige Schwankungen im europäischen Netz auszugleichen.