Gewitter in der Zentralschweiz: Drei Verletzte beim Luzerner Lido

Diverse Meldungen über Gewitterschäden bei der Polizei

Beim heftigen Gewitter am Mittwochabend wurden in Luzern drei Kinder leicht verletzt als ein Baum umstürzte. Auch in anderen Zentralschweizer Kantonen gab es wegen dem Gewitter teils zahlreiche Meldungen bei der Polizei.

Am schwersten getroffen wurde der Kanton Luzern. Wie die Luzerner Polizei mitteilte, gingen am Mittwochabend 44 Meldungen ein. Bei den meisten davon ging es um Bäume die umgestürzt waren. Aber auch einige Boote auf dem Vierwaldstättersee gerieten in Seenot. Verletzt wurde dabei niemand. Die Wasserpolizei musste allerdings einige Besatzungen retten und an Land bringen.

Anders bei einem Vorfall im Lido. Dort stürzten zwei Bäume um. Einer davon traf nebst parkierten Autos auch drei Kinder. Gemäss der Luzerner Polizei wurden alle drei zum Glück aber nur leicht verletzt und mussten lediglich zur Kontrolle ins Spital. Auf einem Leservideo der Luzerner Zeitung ist zu sehen, wie Passanten rasch zur Hilfe eilten.

Windgeschwindigkeiten von über 110 km/h in der Stadt

Dass vieler Orts Bäume umgekippt sind überrascht aufgrund der Daten von MeteoNews nicht. Demnach wurden in der Stadt Luzern am Mittwochabend Windgeschwindigkeiten von bis zu 110 km/h gemessen. In Schüpfheim gab es Böen mit Geschwindigkeiten von gut 80 km/h und in Oberägeri windete es mit bis zu 76 Stundenkilometern.

Ein Blitz schlug auch in die Rigi ein. Passanten helfen den Personen, die unter den umgestürzten Baum gekommen sind. Ein umgeknickter Baum an der Erlenstrasse in Emmenbrücke. Umgestürzte Bauabschrankung beim Wohncenter in Emmen. Das Gewitter zieht über Kriens auf.

Meldungen auch in Nidwalden und Schwyz

Das Gewitter traf in der Zentralschweiz neben Luzern vor allem Nidwalden und Schwyz. In Nidwalden gingen bei der Polizei zehn Meldungen ein, bei der Kantonspolizei Schwyz ungefähr ein Dutzend. In beiden Kantonen ging es hauptsächlich um umgestürzte Bäume. Über grössere Schäden sei jedoch nichts bekannt. Personen wurden keine verletzt.

Praktisch komplett verschont bliben die Kantone Obwalden und Uri. Auf Anfrage von Radio Pilatus hiess es, dass man mit Schlimmerem gerechnet hatte. Meldungen hätte es letztlich aber praktisch keine gegeben, da auch das Gewitter deutlich schwächer gewesen sei als erwartet.