Luzern: Ein Parkhaus unter dem Schweizerhofquai soll das Car-Problem lösen

Private Gruppe stellt neues Projekt vor

Das soll das Seeparking bringen. Das 1. UG mit den Carparkplätzen. Das 2. UG mit den Parkplätzen für die Autos. Der Carparkplatz beim Schwanenplatz in der Stadt Luzern.

In der Stadt Luzern soll ein Parkhaus für Cars unter dem Schweizerhofquai gebaut werden. Das Projekt würde über 100 Millionen Franken kosten und soll Platz für 40 Cars und 240 Autos haben.

Inseli, Löwenplatz und Schwanenplatz, die Carparkplätze in der Stadt Luzern sind knapp. Ebenfalls verursachen die Cars immer wieder Verkehrsprobleme. Eine private Gruppe aus Architekten und Ingenieuren haben am Freitagnachmittag ein Projekt zur Lösung dieses Problems vorgestellt. Das Seeparking.

Seeparking für über 100 Millionen Franken

Das Seeparking soll zweistöckig sein und unter dem Schweizerhofquai gebaut werden. «Konkret würde es Platz haben für 40 Reisebusse und 240 Autos», sagte der zuständige Architekt und Initiant des Seeparking Marc Syfrig. Im Gegenzug würden die Car-Parkplätze auf dem Inseli, dem Schwanen- und Löwenplatz verschwinden und die Flächen begrünt werden. Ebenso ist angedacht, dass es im Weyquartier keine Parkplätze mehr gibt.

Die Einfahrt in das Seeparking soll für Cars beim Luzernerhof sein. Die Busse würden dann auch nicht mehr durch die Stadt fahren, sondern via Löwenplatz und Ibach zum und vom Parkhaus wegfahren. Die Autos könnten via dem bereits bestehenden Schweizerhof Parkhaus ins Seeparking gelangen

Strasse müsste für Bau aufgerissen werden

Da ein solch unterirdisches Parkhaus auch eine bauliche Herausforderung ist, scheint klar. Die Architekten und Ingenieure hinter dem Projekt denken dabei an einen sogenannten Deckelbau. Dazu müsste ein Teil der Strasse zwischen der Hofkirche und dem Schwanenplatz aufgerissen werden, um die Seitenwände des Seeparkings zu bauen. Anschliessend käme ein neuer Strassenbelag drauf und unterirdisch würde weitergebaut werden.

100 Franken für eine Stunde

Die Preise im Seeparking wären allerdings relativ hoch. Die Carchauffeure würden für eine Stunde 100 Franken bezahlen. Autofahrer fünf Franken pro Stunde. «Die Preise sind gerechtfertigt, denn die Cars wollen ja im Stadtzentrum parkieren», sagte Marc Syfrig dazu.

Bevor das Projekt unteranderem mit einer Machbarkeitsstudie weiterverfolgt wird, diskutiert als nächstes das Luzerner Stadtparlament darüber.

Audiofiles

  1. Das Seeparking soll das Luzerner Car-Problem lösen. Audio: Yanik Probst / Michael End