Zug: SVP will Französisch an Oberstufe verbannen

Kantonsparlament verlangt von der Regierung eine Vorlage

Wissensdurst in der Schule (Symbolbild)

Die Zuger Regierung muss sich erneut mit dem Fremdsprachenunterricht an der Primarschule befassen. Das Kantonsparlament hat einen Vorstoss der SVP überwiesen. Diese fordert, dass in Zukunft mit Englisch nur noch eine Fremdsprache an der Primarschule unterrichtet wird.

Bereits vor elf Jahren lehnte die Zuger Bevölkerung an der Urne eine Fremdsprache an der Primarschule ab. Trotzdem versucht es die SVP jetzt erneut mit einem ähnlichen Vorstoss. Sie will, dass Englisch als einziges Fremdsprachenfach an der Primarschule obligatorisch unterrichtet wird. Französisch soll zwar als Freifach ab der 5. Klasse unterrichtet werden, obligatorisch soll der Französischunterricht aber in die Oberstufe verschoben werden. Damit werde den Bedürfnissen der kleinen Kinder entsprochen, sagt SVP-Kantonsparlamentarier Jürg Messmer.

Linke wehrt sich

Gegen dieses Vorhaben setzte sich die Ratslinke zur Wehr. Das Nein der Zuger Bevölkerung zu einer Fremsprache in der Primarschule müsse respektiert werden, sagte Vroni Straub von der Fraktion der Alternativen- die Grünen. Trotzdem wurde der Vorstoss überwiesen. Somit muss nun die Zuger Kantonsregierung eine Vorlage zum Französischunterricht ausarbeiten. Darüber entscheiden wird das Parlament voraussichtlich in einem halben Jahr.

Im Kanton Luzern wird Ende September über eine Volksinitiative abgestimmt, welche ebenfalls nur noch eine Fremsprache an der Primarschule verlangt.