Zug: Säumige Gemeinden werden nicht gebüsst

Keine härtere Gangart bei Gemeinden ohne Asylbewerber

Hier tagt das Zuger Kantonsparlament

Im Kanton Zug werden säumige Gemeinden auch in Zukunft nicht bestraft, wenn sie keine Asylsuchenden aufnehmen. Dies hat das Zuger Kantonsparlament entschieden

Im Kanton Zug bieten nicht alle der 11 Gemeinden Unterkünfte für Asylsuchende an. Mehr als Gespräche führen, kann die Zuger Regierung aber nicht. Mit einer Änderung des Sozialhilfegesetzes wollte die Regierung erreichen, dass unkooperative Gemeinden bestraft werden könnten.

Details unklar

Wie genau war bis zur Debatte zwar nicht geklärt. Aber mehr ins Detail muss die Regierung nun ohnehin nicht gehen. Das Kantonsparlament stützte mit seiner ablehnenden Haltung gleichzeitig den Vorschlag der vorberatenden Kommission. Diese war der Ansicht, dass es diese Anpassung nicht braucht.

Alles wie bisher

Damit bleibt im Kanton Zug alles beim Alten. Die ungleiche Verteilung von Asylsuchenden besteht im Kanton Zug seit vielen Jahren. Die Gemeinden Walchwil und Neuheim haben seit Jahren keinen einzigen Asylbewerber mehr aufgenommen und begründen dies damit, dass günstige Unterkünfte fehlen würden.

Audiofiles

  1. Zuger Kantonsparlament will säumige Gemeinden nicht büssen, wenn diese keine Asylsuchenden aufnehmen.. Audio: Carmen Zettel, Radio Pilatus