Guy Parmelin hat konkrete Pläne für Kampfjets

Der Verteidiungsminister beantragt beim Bundesrat 9 Milliarden Franken

Verteidigungsminister Guy Parmelin will in neue Kampfjets und ein Raketenabwehrsystem investieren.

Verteidiungsminister Guy Parmelin will Nägel mit Köpfen machen. Wie der Tagesanzeiger schreibt, will Parmelin beim Bundesrat insgesamt 9 Milliarden Franken beantragen. Mit dem Geld möchte Parmelin neue Kampfjets sowie ein Raketenabwehrsystem beschaffen.

Von den insgesamt 9 Milliarden Franken soll zwischen 6-8 Milliarden in neue Kampfjets investiert werden. Je nach Typ sollen es 30-40 Flugzeuge sein, welche die seit 1997 im Einsatz stehenden F/A-18 ablösen sollen. Das restliche Geld würde dann in ein neues bodengestütztes Raketenabwehrsystem fliessen. Das haben Recherchen vom Tagesanzeiger ergeben.

Das bedeutet, dass Parmelin im Gesamtbundesrat am Mittwoch einen Grundsatzentscheid für eine vollständig neue Luftverteidigung herbeiführen will. Parmelin strebt die totale Erneuerung sämtlicher Waffensysteme am Himmel und am Boden an, bei der Luftwaffe und bei der Fliegerabwehr.

Dass der Bundesrat bei seiner Sitzung über neue Kampfjets diskutieren will ist nicht neu. Dennoch kommt es etwas überraschend, dass Parmelin gleich derart konkret Nägel mit Köpfen machen will. Zum Vergleich, im Jahr 2014 lehnte das Stimmvolk die Beschaffung neuer Kampfjets ab. Die Gripen-Jets hätten nur rund 3 Milliarden Franken gekostet. Welcher Typ Kampfjet Parmelin beabsichtigt zu kaufen, ist zurzeit noch unklar.

Ob der Bundesrat die von Parmelin geforderten 9 Milliarden Franken gewährt ist offen. Ebenso wie diese dann allfällig verteilt würden, auf die Beschaffung von Kampfjets und des Raketenabwehrsystems.

Für Verteidigungsminister Guy Parmelin ist klar, will die Schweiz die Luftverteidigung sicherstellen, so werde beides benötigt. Neue Kampfjet und auch ein neues Raketenabwehrsystem.

Audiofiles

  1. GsoA stellt sich gegen die Pläne von Guy Parmelin. Audio: Franziska Boser