Kampf um AHV-Reform ist noch nicht entschieden

Neuste Umfragen von gfs.bern und Tamedia

Das Bundeshaus

Wäre Anfang September über die Reform der Altersvorsorge abgestimmt worden, wäre sie knapp angenommen worden. Das zeigt die zweite Umfrage des gfs-Instituts zu den Abstimmungen vom 24. September. Der Abstimmung zur Ernährungssicherheit hätten mehr als zwei Drittel der Stimmberechtigten zugestimmt.

Anderthalb Wochen vor dem Urnengang bleibt das Rennen um die Doppelvorlage für die Reform der Altersvorsorge eng. Die Onlinebefragung von Tamedia ergibt ein sehr knappes Nein, die telefonisch durchgeführte SRG-Trendumfrage von gfs.bern ein ebenso knappes Ja.

Die Momentaufnahme zeigt: Wäre am 3. September über die Reform entschieden worden, wäre diese sehr knapp angenommen worden. 51 Prozent hätten bestimmt oder eher dafür gestimmt, 44 Prozent bestimmt oder eher dagegen. Der Erhöhung der Mehrwertsteuer hätten 50 Prozent zugestimmt, 45 Prozent nicht. 5 Prozent waren unentschlossen, teilen die Autoren der gfs.bern-Studie mit.

Knappe Ergebnisse auch bei Tamedia

Die Abstimmungsumfrage der Tamedia kommt trotz anderer Methodik zu ähnlichen Schlüssen wie die gfs.bern-Studie, kurz: Es wird knapp. Die beiden AHV-Vorlagen würden von 51 (Mehrwertsteuer) respektive 48 Prozent (Reform) der Befragten bestimmt oder eher angenommen, 46 respektive 49 Prozent legen bestimmt oder eher ein Nein in die Urne. 3 Prozent haben sich noch nicht entschieden.

Klare Mehrheit für Ernährungssicherheit

Weitgehend unbestritten ist laut beiden Umfragen der Verfassungsartikel für die Ernährungssicherheit. Gemäss der SRG-Umfrage will ihm eine klare Mehrheit von 69 Prozent zustimmen. Nur 20 Prozent sind dagegen. Die Tamedia-Umfrage ergibt eine Zustimmung von 67 Prozent und eine Ablehnung von 27 Prozent. Alles andere als ein deutliches Ja am 24. September wäre bei dieser Vorlage also eine grosse Überraschung.