Zug: Drogendealer zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt

Kein grosser Fisch - trotzdem lange Strafe

Symbolbild

Im Kanton Zug ist ein 41-jähriger Drogendealer zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Strafgericht sprach den Mann aus der Türkei schuldig, weil er mehrfach gegen das Betäubungsmittelgesetz verstossen hatte. Das Urteil könnte an das Obergericht weitegezogen werden.

Der 41-Jährige sei Mitglied eines Drogenrings gewesen und war im Rahmen der Aktion "Hamburg" im Jahr 2013 von den Zuger Strafverfolgungsbehörden gefasst worden, teilte das Strafgericht mit. Die Bande hatte im grossen Stil mit Drogen gehandelt. Als schlimmstes Vergehen stufte das Gericht die Mittäterschaft an einer Kurierfahrt ein, bei der der Verurteilte einen Koffer mit rund 30 Kilogramm einer Heroinmischung entgegennahm. Diese Fahrt sei von ihm geplant und organisiert worden. 

Kein "grosser Fisch"

Obwohl das Strafgericht den Türken nicht als grossen Fisch im Drogenhandel bezeichnete, erhielt er mit 12 Jahren eine lange Gefängnisstrafe. Dies habe damit zu tun, dass die verschiedenen Vergehen des Mannes einzeln bemessen und dann zusammengenommen wurden. Neben den Kurierfahrten habe er beispielsweise auch in anderen Fällen mit Marihuana oder Heroin gehandelt. Der Mann sei geständig gewesen, weshalb das Gericht auch Abzüge beim Strafmass machte. Schlussendlich setzte das Strafgericht das Strafmass auf genau 12 Jahre. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und könnte an das Obergericht weitergezogen werden.