Der neue Bundesrat heisst Ignazio Cassis

Der 56-jährige Tessiner wird Nachfolger von Didier Burkhalter

Die Vereinigte Bundesversammlung hat den Tessiner Ignazio Cassis zum neuen Bundesrat gewählt. Cassis war der Kronfavorit. Er folgt damit auf den abtretenden Didier Burkhalter. Damit ist das Tessin nach 18 Jahren wieder in der Landesregierung vertreten.

Der 56-jährige Cassis hat in den vergangenen Jahren eine steile Polit-Karriere hingelegt. 2011 war der Tessiner in den Nationalrat gewählt worden, vor zwei Jahren übernahm Cassis das Amt des FDP-Fraktionschefs. Und nun ist Ignazio Cassis Bundesrat. Seine Wahl ist keine Überraschung. Nach der Rücktrittsankündigung von Burkhalter war der 56-Jährige Cassis der erste Kandidat, welcher Bundesrats-Ambitionen angemeldet hatte. Für Schlagzeilen sorgte Cassis im Vorfeld der Wahlen, als er sich für die Legalisierung von Kokain ausgesprochen hatte. Mehr Informationen zu Ignazio Cassis finden sie hier.

Der frischgewählte Bundesrat Ignazio Cassis und die Präsidentin der FDP Schweiz, Petra Gössi. Der frischgewählte Bundesrat Ignazio Cassis. Der Tessiner FDP-Nationalrat Ignazio Cassis hat es geschafft.

Flavio Cotti war vor 18 Jahren der letzte Tessiner

Nach 18 Jahren hat nun das Tessin wieder einen Bundesrat. Ignazio Cassis ist der achte Vertreter des Kantons Tessin in der Landesregierung. Von den bisherigen gehörten drei der FDP und vier der CVP an. Letzter Tessiner Bundesrat war Flavio Cotti von der CVP von 1987 bis 1999.

Die Zentralschweiz wartet auch schon lange

Im aktuellen Bundesrat nicht vertreten sind die Ostschweiz und die Zentralschweiz. Die Kantone Schaffhausen, Uri, Schwyz, Nidwalden und Jura haben noch nie einen Bundesrat nach Bern geschickt, die beiden Basel seit 1848 erst dreimal. Früher hatte die Bundesverfassung vorgeschrieben, dass pro Kanton höchstens ein Vertreter im Bundesrat sitzen darf. Seit 1999 ist die Regel weniger streng. Heute ist nur noch darauf Rücksicht zu nehmen, dass die Landesgegenden und Sprachregionen angemessen vertreten sind.