Einkaufstourismus geht zurück

Politik will trotzdem handeln und Mehrwehrtsteuer verlangen

Schweizerinnen und Schweizer sind nicht mehr so häufig zum Einkaufen in Deutschland unterwegs, obwohl ihnen der Einkaufstourismus die Mehrwertsteuer erspart. Das zeigt eine Studie des Handelsverbands Südbaden in der Aargauer Zeitung.

Die Studie zum Geschäftsgang mit Schweizer Kundschaft in Süddeutschland zeigt: Nur noch 14 Prozent der Unternehmen legten zuletzt zu, 44 Prozent stagnierten und 42 Prozent verzeichneten einen Umsatzrückgang. Grund dafür seien die sinkenden Preise in der Schweiz und die Abschwächung des Frankens.

Kampf gegen Einkaufstourismus

Die Politik will dennoch nicht weiter zusehen. Der Zuger Ständerat Peter Hegglin kämpft gegen das Einkaufen im Ausland. Via Bundesrat will er erreichen, dass Schweizer Einkaufstouristen Mehrwertsteuer bezahlen müssen - entweder in Deutschland oder der Schweiz, wie er in seinem Vorstoss schreibt. Schweizer Einkaufstouristen bezahlen häufig keine Mehrwertsteuer: Die deutsche Mehrwertsteuer wird ihnen zurückerstatt, die Schweizerische bleibt ihnen erspart, solange sie für weniger als 300 Franken einkaufen.