Küssnacht: Plötzlich riesiges Loch entstanden

Verzögerung bei Bauarbeiten für die Südumfahrung

Seit gestern klafft etwa zehn Meter von einem Mehrfamilienhaus in Küssnacht entfernt plötzlich ein riesiges Loch im Boden. Es entstand während den Bauarbeiten an der Südumfahrung in Küssnacht. Eine Sandschicht hatte sich plötzlich abgesenkt.

Da staunten die Anwohner wohl nicht schlecht. Plötzlich ist gestern auf einem Rasenplatz in Küssnacht ein Loch entstanden. Es ist etwa acht Meter tief und fünf Meter breit. Verletzt worden sei zum Glück niemand, teilte Oberbauleiter Kurt Waber mit.

Zweiter Vorfall in kurzer Zeit

Bereits Mitte Juli mussten die Tunnelbauer ihre Arbeiten unterbrechen. Weil unerwartet Wasser in den Tunnel eingedrungen war, konnte nicht wie geplant von Norden her weiter am Tunnel gebaut werden. Eigentlich sollte deshalb der Tunnelbau vom Süden her vorgetrieben werden. Wegen des Lochs im Boden stocken nun aber auch diese Arbeiten, teilte das Baudepartement des Kantons Schwyz mit.

Sicherheitstests brachten nichts

Beim Loch handle es sich um einen sogenannten Tagruch, sagte Oberbauleiter Kurt Waber. Es handle sich um einen grösseren Vorfall. Zwar habe man nur drei Meter neben der betroffenen Stelle Erkundungsbohrungen gemacht. Diese hätte aber nicht auf die Gefahr hingedeutet.

Loch wird aufgefüllt

Die angrenzenden Liegenschaften und die neu gebaute Stützmauer wurden nicht beschädigt. Die instabile Zone werde nun überwacht und vermessen. Anschliessend werde das Loch mit Beton abgedichtet. Die eigentlichen Bauarbeiten für die Südumfahrung Küssnacht dürften in zwei bis drei Wochen wieder aufgenommen werden.

Südumfahrung für 120 Millionen Franken

Sie Südumfahrung Küssnacht wird als Hauptstrasse gebaut und total 1230 Meter lang sein. Sie soll den Ortskern vom Verkehr entlasten. Insgesamt kostet die Umfahrung 120 Millionen Franken. Herzsstück ist der Tunnel, bei dessen Bau nun ein Loch in der Erdoberfläche entstanden ist.

Acht Meter tiefes und fünf Meter breites Erdloch in Küssnacht, welches entstand, als der Tunnelvortrieb der Südumfahrung auf eine Sandlinse stiess. Das Loch wird nun mit Beton abgedichet. Acht Meter tiefes und fünf Meter breites Erdloch in Küssnacht, welches entstand, als der Tunnelvortrieb der Südumfahrung auf eine Sandlinse stiess. Das Loch wird nun mit Beton abgedichet.