Kanton Zug mit ausgeglichenem Budget 2018

Im kommenden Jahr will der Kanton wieder schwarze Zahlen schreiben

Der Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler.

Nachdem der Kanton Zug in den vergangenen Jahren immer wieder ein Minus zu verbuchen hatte, soll im kommenden Jahr nun wieder die schwarze Null stehen. Dies vor allem dank der besseren Wirtschaftslage, eingehaltenen Budgetvorgaben sowie höheren Steuereinnahmen.

Der Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler zeigte sich bei der Präsentation des Budgets zufrieden: "Wir wussten schon länger, dass wir ein gutes Budget 2018 präsentieren können, aber dass am Ende nun tatsächlich eine schwarze Null steht, damit hatten wir lange nicht gerechnet", so Tännler. Dass die Finanzen nun wieder ausgeglichen sind, liegt vor allem daran, dass man die Vorgaben streng eingehalten habe, so Tännler weiter. Aber auch die Wirtschaftslage habe sich gebessert, und die Steuereinnahmen bei den natürlichen und juristischen Personen seien gestiegen.

Und dennoch, ohne buchhalterische Eingriffe würde auch im kommenden Jahr ein Minus von rund 50 Millionen Franken stehen. "Wir lösen aber eigene Reserven auf, besonders auf Liegenschaften im Finanzvermögen oder auch Finanzanlagen. So können wir die fehlenden rund 50 Millionen decken", erklärt Heinz Tännler.

Regierung hält an Steuererhöhung fest

Nebst dem Budget 2018 hat der Zuger Finanzdirektor auch die Finanzplanung 2018 - 2021 vorgestellt. So soll es in den nächsten Jahren finanziell weiter bergauf gehen. Ein wichtiger Punkt ist für den Finanzdirektor dabei die FP19, welche schon bald im Kantonsparlament debattiert wird. Diese sieht weitere Sparmassnahmen von über 65 Millionen Franken und eine Steuererhöhung vor. So will der Kanton Zug zusätzlich weitere 50 Millionen Franken einnehmen. "Nur weil jetzt wieder einmal eine schwarze Null steht, dürfen wir uns nicht blenden lassen. Die Regierung hat bislang richtig und vor allem langfristig gearbeitet", so Tännler. "Wir müssen auch weiterhin mit Weitblick arbeiten und so die finanzielle Zukunft langfristig sichern". Deshalb sei für ihn und auch für die restlichen Regierungsmitglieder klar, dass man an der geplanten Steuererhöhung festhält.

Ein Rechnungsbeispiel für die geplante Steuererhöhung

Einkommen Stadt Zug, katholisch

 

Alleinstehende, keine Kinder

 

Verheiratete, keine Kinder

Brutto (ca.)

Steuerbar ZG

Steuerbar Bund

 

bisher

neu

Mehrbetrag

 

bisher

neu

Mehrbetrag

100’000

75’000

85’000

 

7’853

8’014

161

 

5’272

5’380

108

150’000

112’500

127’500

 

17’694

18’029

335

 

10’820

11’009

189

200’000

150’000

170’000

 

27’613

29’202

1’589

 

20’601

20’921

320

 

Über die Steuererhöhung aber auch die Sparmassnahmen, welche Bestandteilung der Finanzplanung 19 sind, debattiert als nächstes das Zuger Kantonsparlament.

Audiofiles

  1. Kanton Zug finanziell wieder auf besserem Weg. Audio: Philipp Breit