Reiche Steuerzahler sollen privat Kultur finanzieren

Verein zur Förderung der freien Kulturszene Luzern sammelt Geld

Die Inszenierung "Sichtbarmachung 2.0

Reiche Steuerzahler sollen privat die Luzerner Kultur finanzieren. Diese Idee hat der "Verein zur Förderung der freien Kulturszene Luzern". Maximal fünf Jahre lang will der Verein Geld sammeln und damit einen Teil jener Fördergelder kompensieren, welche der Kanton im Budget 2017 eingespart hat.

Es ist ein happiger Brocken, welchen die Kulturschaffenden schlucken müssen. Im Budget 2017 hat der Kanton Luzern die Förderbeiträge an die freie Szene um 800'000 Franken gekürzt. Doch dieses Loch will nun der "Verein zur Förderung der freien Kulturszene Luzern" stopfen, und zwar mit Geld von reichen Steuerzahlern. Initiant der Idee ist Bruno Affentranger: "Zahlen sollen jene, welche von der Tiefsteuerstrategie extrem profitieren. Wir sprechen hier von jenen Personen, welche 100'000 Franken Steuern jährlich oder mehr bezahlen. Diese besitzen ein beträchtliches Vermögen."

Maximal fünf Jahre, danach ist Schluss

Nach eigenen Angaben hat der Verein bereits rund 100'000 Franken zusammen. Das Ziel wäre es, rund 350'000 Franken zu sammeln, so Affentranger. Das wäre dann ungefähr die Hälfte des Geldes, welches der Kanton zusammengestrichen hat. Die private Kulturförderung soll aber maximal fünf Jahre laufen, sagt Initiant Bruno Affentranger: "Schlussendlich ist es die Aufgabe des Kantons und der Gemeinden, die Kultur zu fördern. Wir machen diese Aktion jetzt wirklich einfach als Reparaturkolonne."

Audiofiles

  1. Reiche Steuerzahler sollen Luzerner Kultur finanzieren. Audio: Urs Schlatter