3,3 Prozent der Leute im Kanton Luzern sind arm

Ohne Sozialhilfe wäre die Quote doppelt so hoch

Armut / Sozialhilfe (Symbolbild)

Die Armutsquote im Kanton Luzern ist zwischen 2009 und 2013 leicht zurückgegangen. Dank der Auszahlung von Sozialleistungen konnte sie halbiert werden, auf 3,3 Prozent. Dies zeigen neuste Zahlen des Statistikamtes LUSTAT Statistik Luzern.

Wie LUSTAT am Montag mitteilte, waren 2013 3,3 Prozent der Luzerner Bevölkerung von Armut betroffen. Fast jede 30. Person konnte somit nicht aus eigener Kraft oder mittels Sozialversicherungsleistungen ein Einkommen erzielen, das zur Deckung des Lebensbedarfs ausreichte. Grundlagen für die Berechnungen waren die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe. Demnach brauchte 2013 ein Einpersonenhaushalt zur Sicherung des sozialen Existenzminimums pro Monat ein frei verfügbares Einkommen von 986 Franken.

Alleinerziehende haben höchste Armutsquote

Am häufigsten von der Armut betroffen waren Alleinerziehenden und ihre Kinder mit 24,8 Prozent von allen Haushaltstypen. Die höchste Armutsquote hatte mit 12,8 Prozent die Stadt Luzern. Damit bestätige sich das aus der Forschung bekannte Muster, dass sich Armut in städtischen Gebieten konzentriere, teilte LUSTAT mit.

Die Luzerner Kantonsregierung zeigt sich insgesamt zufrieden mit der Entwicklung. Um die Armut weiter zu bekämpfen müsse man aber auch in Zukunft in verschiedene Bereiche wie die Bildung, Prämienverbilligungen oder Integration von vorläufig aufgenommenen Personen investieren, so der kantonale Sozialdirektor Guido Graf.

Dies ist auch nötig, um die Armut im Kanton Luzern weiter zu bekämpfen. Gemäss ersten Prognosen des Statistikamtes LUSTAT dürfte diese nämlich zukünftig wieder ansteigen.

Audiofiles

  1. Weniger Armut im Kanton Luzern. Audio: Fabian Kreienbühl