Kanton Luzern: Stadt budgetiert erneut einen Gewinn

Gemeinden senken trotz hohen Investitionen ihre Schulden

Blick vom Rathaus über die Reuss zur Jesuitenkirche in Luzern.

Die finanzielle Lage der Stadt Luzern hat sich weiter stabilisiert. Auch für das kommende Jahr geht die Stadtregierung von einem Gewinn aus. Budgetiert ist ein Plus von rund 5,4 Millionen Franken. Doch die Aussichten sind getrübt.

Der Voranschlag, den die Luzerner Stadtregierung am Dienstag präsentiert hat, sieht einen Aufwand von 630 Millionen Franken vor. Das sind 15 Millionen Franken mehr als im laufenden Jahr. Auf der Einnahmeseite rechnet man mit 635 Millionen Franken, das entspricht einem Plus von 13 Millionen Franken.

Investitionen in Schulhäuser

Die grösste Position des Ausgabenwachstums betreffe mit 6,6 Millionen Franken die 100-prozentige Finanzierung der Ergänzungsleistungen zur AHV, heisst es im Bericht. Das sei eine auf zwei Jahre befristete Massnahme aus dem kantonalen Konsolidierungsprogramm KP17.

Die Nettoinvestitionen belaufen sich im nächsten Jahr auf 44,2 Millionen Franken. Der Schwerpunkt liegt hier im Bereich Bildung, Verkehr sowie Umwelt und Raumordnung. Alleine über 10 Millionen Franken sind für die Schulhäuser Staffeln und Dorf vorgesehen.

Vier Schwächen

Zu schaffen machen der Stadtregierung allerdings drohende Kostenverlagerungen vom Kanton. Diese, sowie eigene Weiterentwicklungen, das hohe Investitionsvolumen und ein generelles Kostenwachstum würden dazu führen, dass sie die finanziellen Aussichten der Stadt weniger optimistisch einschätze als bei der letztjährigen Planung.

In ihrer Gesamtplanung bis 2022 führt die Regierung Schwächen der Stadt auf. Prioritär, nämlich mit einem Zeithorizont bis 2020, angehen will sie davon die Bereiche Verkehr, Wohnraumangebot, das Fehlen von zusammenhängenden Dienstleistungsflächen und die Finanzen.

Luzerner Gemeinden senken ihre Schulden

Auch den Luzerner Gemeinden geht es finanziell gut. Die Gemeinden konnten ihre Rechnungen vergangenes Jahr mit einem Rekordergebnis abschliessen, teilte das kantonale Statistikamt Lustat Statistik Luzern am Dienstag mit. Demnach haben 71 der 83 Luzerner Gemeinden Gewinn gemacht – insgesamt in der Höhe von 140 Millionen Franken. Das ist so viel wie seit 25 Jahren nicht mehr.

Die Gemeinden investierten im letzten Jahr netto 241 Millionen Franken. Trotz diesen kräftigen Investitionen sei die Nettoschuld pro Einwohner erstmals unter 2000 Franken gesunken, teilte das Lustat am Dienstag mit.