Ein Toter nach Lawinenniedergang ob Engelberg

Verschütteter stirbt trotz Reanimationsversuchen

Das Laub oberhalb von Engelberg. Im Hintergrund die beiden Gipfel des Titlis (3.298m und 3.002 m); davor das Rotstöckli (2.900 m).

Im Gebiet Laub bei Engelberg OW ist am frühen Nachmittag eine Lawine niedergegangen. Ein Verschütteter konnte nur noch tot geborgen werden.

Im Skigebiet Engelberg-Titlis hat sich am Dienstagnachmittag kurz vor 13:00 Uhr eine Lawine gelöst. Dabei ist eine Person ums Leben gekommen. Die Kantonspolizei Obwalden bestätigte eine Meldung der "Obwaldner Zeitung". Der Variantenskifahrer war schwer verletzt aus dem Lawinenkegel geborgen worden und verstarb trotz Reanimationsversuchen noch vor Ort.

Beim Verunglückten handelt es sich um einen 32-jährigen Zentralschweizer, wie die Kantonspolizei Obwalden später mitteilte. Die Suchaktion sei um 14:45 Uhr beendet worden. Es habe sich herausgestellt, dass zwei andere Personen, die in den Schneemassen vermutet wurden, nicht verschüttet worden waren. Anzeichen auf weitere vermisste oder verschüttete Personen habe es keine gegeben. Die Staatsanwaltschaft Obwalden hat laut Polizeiangaben kein Strafverfahren eröffnet, da ein Drittverschulden ausgeschlossen werden kann. 

Aufwendige Suchaktion

Der Lawinenniedergang hatte eine grosse Suchaktion ausgelöst, weil zunächst unklar war, ob Menschen von der Lawine erfasst worden waren. Im Einsatz standen laut der Kantonspolizei die Rettungsflugwacht mit insgesamt drei Helikopter, die Alpine Rettung Schweiz mit zwei Lawinensuchhundeteams und insgesamt zehn Bergretter sowie die Staatsanwaltschaft Obwalden.

Die Lawine hatte sich im Gebiet Laub im oberen Teil des Hanges gelöst. Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF stufte die Lawinengefahr im Gebiet Engelberg zum Zeitpunkt des Unglücks als "erheblich" ein. Der betroffene Hang befindet sich auf einer Höhe von 2'450 Meter über Meer und ist bei Variantenskifahrern beliebt.