Travail Suisse mit Lohnerhöhungen unzufrieden

Die durchschnittlichen 0,5 bis 1 Prozent seien ungenügend

Symbolbild

Die Gewerkschaft Travail Suisse ist nicht zufrieden mit den Lohnverhandlungen für das kommende Jahr. Sie fordert, dass die Arbeitnehmer am wirtschaftlichen Aufschwung stärker beteiligt werden. 

Die Lohnerhöhungen von lediglich 0,5 bis 1 Prozent bei einem erwarteten Wirtschaftswachstum von 2,4 Prozent seien ungenügend, sagte Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail Suisse an der Medienkonferenz am Montag in Bern. "Wir halten an unserem im August angekündigten Ziel einer Lohnerhöhung von 2 Prozent fest. Aber die Verhandlungen sind schwierig und haben schlecht begonnen", so Fischer. 

Weniger Geld im Portemonnaie

Nach einer längeren Periode mit praktisch Nullteuerung habe die Inflation im Jahresverlauf 2017 angezogen und werde für das gesamte Jahr bei etwa 0,5 Prozent zu liegen kommen. Gleichzeitig seien die Krankenkassenprämien stark gestiegen. Gemäss dem Bundesamt für Statistik seine damit die verfügbaren Einkommen 2017 um 0,3 Prozent geschrumpft. "Somit werden die meisten Arbeitnehmenden trotz Lohnerhöhungen real nicht mehr Geld im Portemonnaie haben", kritisierte Fischer. 

Die Lohnerhöhungen betragen in diesem Jahr zwischen 0.5 und einem Prozent. Das erwartete Wirtschaftswachstum liegt dagegen bei über 2 Prozent.

Audiofiles

  1. Gewerkschaft Travail Suisse unzufrieden mit Lohnerhöhungen. Audio: Matthias Strasser