OW: Steuererhöhung geplant

Rund 100 Massnahmen sollen Kantonsfinanzen entlasten

Das Rathaus in Sarnen, Sitz der Kantonsregierung des Kantons Obwalden

Die Regierung des Kantons Obwalden hat ein Massnahmenpaket vorgelegt um die Kantonsfinanzen wieder in den Griff zu bekommen.

Insgesamt sollen 20 Millionen Franken eingespart und 20 Million Franken mehr eingenommen werden. Die Finanzstrategie 2027+ sieht aber auch den Abbau von 20 Stellen in der Kantonsverwaltung vor und eine Steuererhöhung. Der Steuerfuss soll per 2019 von 2,95 auf 3,45 Einheiten angehoben werden.

Anpassung bei der Motorfahrzeugsteuer

Das Sparpaket sieht insgesamt rund 100 Massnahmen vor. Geplant ist unter anderem, bis 2020 zwanzig von insgesamt rund 420 Vollzeitstellen in der Kantonsverwaltung abzubauen. Kürzungen sind auch bei den Prämienverbilligungen geplant. Mehr Geld verspricht sich die Regierung im Kanton Obwalden auch bei den Motorfahrzeugsteuern. Ökologische Fahrzeuge sollen nicht mehr steuerfrei sein, sondern je nach Kategorie einen Bonus von 75 oder 25 Prozent erhalten. Leicht erhöht werden die Steuern für energie-ineffiziente Fahrzeuge.

Regierung setzt auf Paketlösung

Die Rechnung des Kantons Obwalden weist bei einem Gesamtaufwand von 290 Millionen Franken ein strukturelles Defizit von 40 Millionen Franken auf. Die Regierung ist gemäss Mitteilung der Ansicht, dass mit einem einmaligen Effort der Finanzhaushalt nachhaltig stabilisiert werden könne. Dabei brauche es das gesamte Paket, um auf längere Sicht weitere Sparmassnahmen und Steuererhöhungen zu vermeiden, heisst es in der Mitteilung weiter.

Audiofiles

  1. Die Obwaldner Kantonsregierung plant für das nächste Jahr die Steuern zu erhöhen.. Audio: Carmen Zettel