LU: Kriminalgericht verurteilt Online-Shopper

Der Beschuldigte bestellte Ware im wert von 70'000 Franken und verkaufte diese weiter.

Kriminalgericht Luzern am Alpenquai

Das Luzerner Kriminalgericht hat einen Online-Shopper verurteilt. Der 31-jährige hatte unter falschem Namen im Internet Smartphones bestellt und diese weiterverkauft. Er wurde nun zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren verurteilt. 

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, über 60 Mal Smartphones und andere elektronische Waren im Internet auf Rechnung bestellt zu haben. Die bestellte Ware hatte einen Wert von insgesamt rund 70'000 Franken. Um die Ware zu erhalten habe der Mann die Kundendaten gefälscht. Am Lieferort habe er dann jeweils den Postboten abgepasst und so viele der Pakete auch tatsächlich entgegengenommen. Die Smartphones und anderen elektronischen Waren soll er dann an unbekannte Dritte verkauft haben, so die Staatsanwaltschaft.

Online-Shopper ausgeschafft

Die Staatsanwaltschaft forderte für den Beschuldigten eine Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren. Dieser wurde bereits vor 3 Jahren in die Türkei ausgeschafft. Dem geschädigten Lieferanten muss der Mann über 44'000 Franken bezahlen, dazu kommen die Verfahrenskosten von knapp 19'000 Franken. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.