Handlungsbedarf bei der Siedlungsentwicklung

Luzerner Kantonsregierung will Siedlungen begrenzen

Blick vom Pilatus in den Kanton Luzern hinaus.

Wie sollen sich die Siedlungen des Kantons Luzern in Zukunft entwickeln? Der Schlussbericht „Strategie Landschaft Kanton Luzern“ zeigt, dass es in Vergangenheit verschiedene Defizite gab.

Wo im Kanton Luzern sollen die Leute wohnen und leben? Wo soll es Naherholungsgebiete geben und wo Industriegebiete? Ganz klar geregelt ist dies nicht. Die Gemeinden rund um Luzern haben sich deshalb ohne grosse Strategie entwickelt. In Zukunft soll es aber klarer sein, deshalb gibt es nun ein neues Konzept. Der Schlussbericht "Strategie Landschaft Kanton Luzern" zeigt, dass es in der Vergangenheit verschiedene Defizite gab.

Standortqualität in Gefahr

Wenn der Kanton nicht zielgerichtet und steuernd vorgehe, könne die Qualität der Landschaft und damit auch ein bedeutender Teil der Standortqualität nicht gehalten werden, heisst es im Bericht, den die Regierung am Freitag vorstellte. Darin sind verschiedene Schwerpunkte und Forderungen ausformuliert. Besonders rund um Luzern bestehe ein grosser Handlungsbedarf. Die Siedlungslandschaft erstrecke sich hier wenig gestaltet in die verschiedenen Täler. Diese Entwicklung sei zu bremsen und in geordnete Bahnen zu lenken, heisst es im Bericht weiter. Unbebaute Gebiete sollen freigehalten, Siedlungen in ihrer Ausdehnung begrenzt und Neubauten ausserhalb der Bauzonen nur im Ausnahmefall bewilligt werden. Die Autoren des Berichts kritisieren zudem auch die teilweise ungenügende Sorgfalt beim Bauen, insbesondere bei grossen Infrastrukturbauten. 

Die Verbesserungen werden nun in den kantonalen Richtplan aufgenommen. Bis sie erste Wirkung zeigen, dürfte es noch ein paar Jahre dauern.