Immer mehr kurzsichtige Kinder in der Schweiz

Spezialisten empfehlen zwei Stunden täglich im Freien

Eine Brille (Symbolbild)

In der Schweiz brauchen immer mehr Schulkinder eine Brille. Die Kinder sehen in die Weite nicht mehr scharf. Wie die „Sonntagszeitung“ berichtet, gehen Spezialisten davon aus, dass in ein paar Jahren jeder zweite Schulabgänger kurzsichtig ist.

In der Primarschule haben erst wenige Kinder eine Brille. In der Oberstufe steigt die Zahl der kurzsichtigen Kinder aber stark an. Spezialisten gehen davon aus, dass in ein paar Jahren jeder zweite Schulabgänger kurzsichtig ist.

Mehr Zeit im Freien hilft

Der Grund: Mit dem gestiegenen Leistungsdruck und dem veränderten Freizeitverhalten verbringen Kinder heute mehr Zeit drinnen. Stundenlang auf gleichbleibendem, kurzem Abstand auf Bildlschirme oder in Bücher zu starren, schwächt die Sehstärke, so die "Sonntagszeitung". Die beste Vorbeugung gegen Kurzsichtigkeit ist jedoch Tageslicht. Zwei Stunden täglich im Freien wären laut Spezialisten optimal.

Bei Kindern, welche weniger als eine Stunde täglich im Freien verbringen, sei das Risiko für Kurzsichtigkeit um 33 Prozent höher, sagt Wolf Lagrèze, Spezialist für Kinderaugenheilkunde an der Uniklinik in Freiburg im Breisgau in der "Sonntagszeitung". So erstaunt es nicht, dass Stadtkinder häufiger eine Brille für die Weite brauchen als Kinder, welche auf dem Land aufwachsen.

Einen spannenden Dokumentarfilm zum Thema hat kürzlich auch der TV-Sender "arte" ausgestrahlt: "Generation kurzsichtig".