Im Kloster Menzingen sollen Wohnungen entstehen

Schwestern reagieren auf Rückgang der Eintritte und wollen das Kloster umbauen

Die Menzinger Schwestern vom Heiligen Kreuz in Zug wollen ihr Mutterhaus umbauen und das Kloster mehr der Öffentlichkeit bereitstellen. Geplant sind unter anderem auch Mietwohnungen. Grund dafür ist, dass es immer weniger Schwestern gibt, heisst es in einer Mitteilung. 

Die Kongregation der Schwestern vom Heiligen Kreuz baut ihr Mutterhaus in Menzingen um: Die kleiner werdende franziskanische Gemeinschaft wird sich in den Westtrakt zurückziehen. Die weiteren Gebäudeteile sollen umgenutzt und zu einem "lebendigen Ort zum Wohnen, Arbeiten, Leben und Beten werden", heisst es in einer Mitteilung. Die Schwestern haben sich intensiv Gedanken über ihre Zukunft gemacht: Denn die Zahl der Eintritte sei seit Jahren rückläufig. Damit ist das Mutterhaus für die heutigen Bedürfnisse der Gemeinschaft zu gross geworden. Gleichzeitig ist der Unterhalt der Gebäude teuer und es stehen Sanierungen an.

Mietwohnungen, Räume für das Gewerbe

Die Schwesterngemeinschaft hat nun entschieden, dass sie sich in den Westtrakt zurückzieht, der direkt neben der Kirche und dem Grab der Gründerin Mutter Bernarda liegt. Dieser Trakt, in den rund zwanzig Schwestern einziehen werden, wird fast vollständig ausgehöhlt.Dieses Bauprojekt bildet den Auftakt zu einer umfassenden Neuausrichtung des Mutterhauses. Geplant sind unter anderem Mietwohnungen in den südlichen Gebäudeteilen und Arbeitsräume für Gewerbe, Dienstleistungsbetriebe oder Arztpraxen in den östlichen.

Die Menzinger Schwestern reichen demnächst ein Baugesuch ein. Der Bau soll dann voraussichtlich im Herbst beginnen und im Februar 2020 fertig sein.