Angst vor Pädosexuellen an Schulen und Vereinen

Es werden immer mehr Sonderprivatauszüge verlangt

Aus Angst vor Pädosexuellen werden immer mehr Sonderprivatauszüge verlangt.

Pädophile auf dem Radar: Immer mehr Schulen, Krippen und Sportvereine holen bei Bewerbungen beim Bund Registerauzüge ein. Diese geben Auskunft über Berufs- oder Kontaktverbote mit Minderjährigen.  

Allein im letzten Jahr seien beim Bundesamt für Justiz 40‘194 Sonderprivatauszüge bestellt worden, schreibt die SonntagsZeitung. Zwei Jahre zuvor seien es noch 17’639 gewesen. Das Dokument gibt Auskunft über Berufs-, Tätigkeits- oder Kontaktverbote mit Minderjährigen. Eingefordert werde es von Bewerbern für Jobs an Schulen, Kinderkrippen, in Sportclubs oder anderen Vereinen. Marion Heidelberger, Vizepräsidentin des Lehrerinnen- und Lehrerverbands Schweiz, begrüsse diese Entwicklung. Im Kanton Zürich sei bei jeder Neuanstellung einer Lehrperson dieser Sonderprivatauszug Pflicht. «Der Anstieg zeigt, dass offenbar immer mehr Kantone nachziehen und ihn ebenfalls einfordern», sagt Heidelberger. Sie hoffe, dass die in der Schule gelebte Nulltoleranz auch in privaten Organisationen je länger je mehr durchgesetzt werde.