Migros kann Marktanteile erneut steigern

Der Gewinn beträgt rund 47 Millionen

Die Genossenschaft Migros Luzern hat 2017 den Nettoumsatz um 0,9 Prozent auf 1,43 Milliarden Franken gesteigert. Der Gewinn ging aber wegen tieferer Preisen um 6,8 Prozent auf 47,1 Millionen Franken zurück.

Geschäftsleiter Felix Meyer sprach am Mittwoch, 21.März, von einem "phantastischen Jahr". Der Detailhandel habe in einem
schrumpfenden Markt und bei insgesamt sinkenden Preisen den Umsatz um 1,7 Prozent vergrössern können. Die Hälfte des Wachstums sei dabei
organisch gewesen.

Zum Wachstum trugen die Supermärkte bei, während die Fachmärkte einen Umsatzrückgang hinnehmen mussten. Pro Einkauf liessen die Kundinnen und Kunden im Durchschnitt 35,78 Franken liegen; das sind 60 Rappen weniger als 2016. Die Zahl der Einkäufe stieg aber um 3,3 Prozent auf 34,8 Millionen.

Grund für diese gegenläufige Entwicklung sei, dass es mehr kleine Ladenflächen gebe, erklärte Meyer. In kleinen Läden sei der Warenkorb naturgemäss kleiner.

Einkaufszentren unter Druck

Unter Druck waren die Einkaufszentren (Länderpark Stans, Surseepark, Zugerland). Das Zentrum in Zug konnte die Zahl der Besucher halten, die beiden anderen mussten Einbussen hinnehmen. Die Einkaufszentren müssten mit einer weiteren Abnahme der Frequenzen rechnen, sagte Meyer.

Im November 2017 war in Ebikon das Einkaufszentrum Mall of Switzerland eröffnet worden. Die Migros ist dort mit einem Supermarkt und Fachmärkten eingemietet. Mit dem Start und dem Weihnachtsgeschäft sei die Migros zufrieden, sagte Meyer.Bezüglich der Zukunftsaussichten der Mall gab sich Meyer indes zurückhaltend. Das Einkaufszentrum sei vor 15 Jahren in einem anderen Umfeld geplant worden. Als es dann eröffnet wurde, habe niemand mehr auf die Mall gewartet. Offen sei, wie sich die Einkaufszentren in den nächsten Jahren entwickelten; die Mall habe aber sicher einen schweren Stand. Zugute kommt der Migros, dass sie in dem neuen Einkaufszentrum nur Mieterin ist. Zudem sind die in der Mall angesiedelten Migros-Läden keine zusätzlichen Geschäfte, sondern ersetzten die eines anderen Standorts in Ebikon, wie Meyer ausführte.

Die Genossenschaft Migros Luzern ist weiterhin die grösste private Arbeitgeberin der Zentralschweiz. Die Zahl der Mitarbeitenden ging zwar um 1,3 Prozent auf 5960 zurück, die Zahl der Stellen nahm aber um 1,2 Prozent auf 3316 zu.

Quelle: sda

Audiofiles

  1. Migros-Beitrag . Audio: Urs Schlatter
  2. Migros setzt wieder auf kleinere Läden. Audio: Caspar van de Ven