Ausstellung über General Suworow in Schwyz

Der dramatische Feldzug des russischen Generals im Forum Schweizer Geschichte

Der dramatische Feldzug des russischen Generals Suworow von 1799 über die Schweizer Alpen hat einen Mythos geschaffen, der bis heute anhält. Das Forum Schweizer Geschichte in Schwyz widmet Suworow nun eine eigene Ausstellung.

1799 ist der General Suworow im Auftrag des russischen Zaren über die Schweizer Alpen gezogen, um Frankreich zu besiegen. Das Forum Schweizer Geschichte in Schwyz widmet nun dem dramatischen Marsch eine Ausstellung. Der Marsch des Russen Alexander Suworow mit rund 21'000 Mann führte von Lugano aus über den Gotthard, durch die Schöllenenschlucht, über den Chinzig-Pass, durchs Muotathal über den Pragel- und am Schluss über den verschneiten Panixerpass.

Tausende Opfer – Leiden in der Bevölkerung

Es war die Zeit der Französischen Revolution in Europa, es herrschte politischer Umbruch. Und die Schweiz wurde zum Kriegsschauplatz zwischen dem revolutionären Frankreich und den europäischen Monarchien. Rund 5'000 Soldaten fielen den Strapazen des Feldzugs zum Opfer. Auch die Bevölkerung in den Bergtälern litt unter den vielen fremden Soldaten.

Mythos im Forum Schweizer Geschichte

Knapp 220 Jahre später zeigt das Forum Schweizer Geschichte in Schwyz genau diese Widrigkeiten auf und erzählt vom kühnsten Weg durchs Gebirge und von der Schweiz im Umbruch zum modernen Staat, wie das Museum in einer Medienmitteilung zur Ausstellung schreibt. Die Ausstellung zeigt die verschiedenen Stationen des Feldzugs. 

Am Schluss blieb Suworow und seinen Soldaten nur der Rückzug über Österreich nach Russland übrig. Der als unbesiegbar gegoltene General wurde vom Zaren nicht empfangen und starb vereinsamt in der Nähe von Moskau. Erst nach seinem Tode wurde er zum russischen Helden. Seither lebt der Mythos - vom 14. April bis am 30. September nun auch im Forum Schweizer Geschichte in Schwyz.

Kampf auf der Teufelsbrücke, um 1800, Anonym, Papier Blick auf die Station «Die Franzosen» Vitrine mit russischen Taschentryptichonen und russischer Metallikone um 1790. Blick auf die Station «Teufelsbrücke» Eingang zur Ausstellung