Schlechter Scherz mit Bestatter wurde teuer

Zürcher Obergericht verurteilt einen 18-Jährigen

Sarg-Ausstellung an der Generalversammlung der Bestatter in Sursee

In Zürich erlaubte sich ein junger Mann im vergangenen Juni einen schlechten Telefonscherz, welcher ihn nun teuer zu stehen kommt. Das Zürcher Obergericht hat entschieden, dass der Mann Verfahrenskosten und Gebühren von über 3'200 Franken bezahlen muss. Seine Beschwerde gegen die Kostenübernahme war damit erfolglos.

Der Verurteilte hatte im Juni 2017 bei einem Bestattungsunternehmen angerufen und erklärt, er habe die Leiche seiner Frau im Kofferraum und würde diese gerne abliefern. Er habe sich mit seiner Frau gestritten, und diese sei nun tot. Der Bestatter rief wegen des komischen Gesprächs und der nervösen Art des Anrufers die Polizei an. Weil ein Tötungsdelik nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde ein Strafverfahren eingeleitet und die Überprüfung der Telefonnummer angeordnet. Durch die Rückverfolgung des Anrufes wurde der 18-Jährige schliesslich gefunden. Er gab zu, dass es sich beim Anruf um einen "schlechten Scherz" gehandelt habe.