Manuela Weichelt-Picard tritt nicht mehr an

Die Zuger Regierungsrätin verzichtet auf eine weitere Amtszeit

Manuela Weichelt-Picard, Frau Landammann und Vorsteherin der Direktion des Inneren, wird im Herbst nicht für eine vierte Amtszeit kandidieren.

Die amtierende Frau Landammann und Vorsteherin der Direktion des Innern, Manuela Weichelt-Picard, wird im Herbst nicht für eine vierte Amtszeit kandidieren. Die 50-Jährige sitzt seit Januar 2007 in der Zuger Regierung und will sich nach 12 Jahren beruflich neu orientieren.

"Mit Manuela Weichelt-Picard verliert der Zuger Regierungsrat eine Staatsfrau, die in der Bevölkerung grossen Respekt geniesst, viel Gestaltungswillen an den Tag legt und sich als grüne Frau in einem bürgerlichen Regierungsrat konsequent und glaubwürdig für Rechtsstaatlichkeit, Gleichberechtigung, Solidarität, Demokratie, Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt eingesetzt hat", schreiben die Grünen im Kanton Zug in einer Mitteilung. Mit dem Entscheid von Manuela Weichelt-Picard werden im Zuger Regierungsrat insgesamt drei Sitze frei. Bereits zu einem früheren Zeitpunkt haben der Zuger Baudirektor Urs Hürlimann und der Zuger Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel ihre Rücktritte bekannt gegeben.

Nach zwölf Jahren hat sie genug

Manuela Weichelt-Picard habe sich den Entscheid, nicht mehr zu kandidieren, nicht leicht gemacht. «Das Amt als Regierungsrätin ist spannend und bereichernd und gleichzeitig fordert es von einem viel. Nach reiflicher Überlegung wurde für mich jedoch klar, dass nach zwölf Jahren im Regierungsrat der Zeitpunkt für eine berufliche Veränderung gekommen ist. Auch wenn mir in der intensiven Amtszeit meine Direktion mit den vielen spannenden Themen und meine Mitarbeitenden sehr ans Herz gewachsen sind», so Manuela Weichelt-Picard an der heutigen Medienkonferenz. Die verbleibende Zeit in der Exekutive und ihrem zweiten Jahr als Frau Landammann will sie gezielt für Diskussionen über zukunftsorientierte politische und digitale Strategien im Kanton Zug nutzen. 

Voller Einsatz bis zum letzten Tag

Ihre Partei würdigte den Einsatz von Weichelt-Picard für den Kanton Zug. «Als Direktorin des Innern hat Manuela Weichelt-Picard die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde und das dazugehörende Amt aufgebaut, etabliert und in ruhige Bahnen gelenkt, das Asylwesen im Kanton Zug während der anspruchsvollen letzten Jahre umsichtig und ohne viel Aufhebens mitgeprägt und im Bereich der Integration wichtige Massnahmen erfolgreich umgesetzt. Auch im Bereich Naturschutz, Waldwirtschaft und Biodiversität hat sie wichtige Ziele erreicht", schreiben die Grünen Kanton Zug in ihrer Mitteilung. Zudem sei Weichelt-Picard als einzige Mutter und Frau im Regierungsrat Vorbild für viele junge und ambitionierte Frauen und Politikerinnen und habe mit Nachdruck und Hartnäckigkeit für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gekämpft.