Viel Schnee und Lawinen in diesem Winter

26 Wintersportler starben bei Lawinenunfällen

Das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF zieht Bilanz: Der Winter 2017/2018 war geprägt von teils sehr grosser Lawinengefahr und aussergewöhnlich viel Schnee. Dazu gesellte sich der wärmste Januar seit Messbeginn vor über 150 Jahren.

Nach drei schneearmen Jahren bescherte uns die Natur diesmal einen langen und schneereichen Winter, aber nur in den Bergen. Im November, Dezember und besonders im Januar schneite es intensiv. Im Januar war es ausserdem extrem warm: Der wärmste Januar seit Beginn der Messungen von MeteoSchweiz im Jahr 1864. Dadurch fiel der Niederschlag in tieferen Lagen meist als Regen. In hohen Lagen (oberhalb von 2000 m) fielen von Ende Dezember bis zum 23. Januar gebietsweise 2,5 bis 5 Meter Schnee, am meisten schneite es im sonst eher trockenen Wallis – mancherorts so viel wie nur alle 75 Jahre. 

26 Wintersportler starben in Lawinen

Bis Ende April wurden dem SLF über 250 Schadenlawinen (Personen- oder Sachschäden) gemeldet. Insgesamt starben bei 19 Lawinenunfällen 26 Personen. Das ist mehr als im langjährigen Durchschnitt. Die Opfer waren meist Tourengänger.