Eingeschlepptes Gras beschäftigt die Behörden

Bund will gemeinsam gegen Erdmandelgras vorgehen

Erdmandelgras in Blüte.

In der Schweiz breitet sich das Problemunkraut Erdmandelgras stark aus und beschäftigt zunehmend die Behörden und die Landwirtschaft. Erstmals wurde deshalb auch die "Plattform für Pflanzenschutzfragen mit spezifischem Koordinationsbedarf" aktiviert.

Diese Plattform dient dazu, die gemeinsamen Anstrengungen zu koordinieren, wie das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) zu einem Bericht der "BauernZeitung" sagte. Bereits seit 2010 führt die Bundesforschungsanstalt Agroscope gemeinsam mit der Branche und einzelnen Kantonen Forschungsarbeiten zur Bekämpfung des Erdmandelgrases durch. Erfolgreiche Sofortmassnahmen zur Bekämpfung gegen das eingeschleppte Problemunkraut stünden aber immer noch nicht zur Verfügung. Die weitere Ausbreitung könne nur verhindert werden, wenn die Verschleppung unterbunden werde, hält das BLW fest.

Bund schiebt den Ball Kantonen zu

Gemäss der Fachzeitschrift "BauernZeitung" sind die Kantone unzufrieden mit dem Bund. Sie hätten die Bekämpfung des Erdmandelgrases gerne auf die Bundesebene verlegt. Die Bundesstellen halten aber in dem Schreiben auch fest, dass das Problem Erdmandelgras so gravierend und dringend ist, dass nur eine gemeinsame Lösung von Branche, Kantonen und Bund zum Ziel führen könne. 

Kantone sollen Verbreitung erheben

Die Kantone wurden aufgefordert, die aktuelle Verbreitung des Erdmandelgrases zu erheben. Dies soll bis anfangs 2020 geschehen. Bisher noch nicht befallene Gebiete sollen identifiziert und eventuell ausgeschieden werden. Parallel dazu sollen konkrete technische Massnahmen erarbeitet werden, um die weitere Verschleppung in schützenswerte Gebiete zu verhindern und die Ausbreitung in bereits befallenen Gebieten einzudämmen.

(sda)