Wie ein Arbeitsunfall das Leben verändert

Auf Spurensuche mit dem Nidwaldner Werner Witschi

Werner Witschi im Gespräch mit Viviane Speranda-Koller

Fast 26'000 Personen sind im vergangenen Jahr in der Zentralschweiz während der Arbeit verunfallt. In der Pfingstserie begleiten Tele 1 und Radio Pilatus den gebürtigen Nidwaldner Werner Witschi, dessen Leben sich nach einem Fehltritt grundlegend geändert hat, auf eine Reise in die Vergangenheit.

Teil 1: Ein Fehltritt mit Folgen

Es sind Bilder, die wachrütteln. Seit einem Arbeitsunfall vor fünf Jahren sitzt Werner Witschi im Rollstuhl. Nun besucht der 59-Jährige den Unfallort, erinnert sich daran, was 2013 geschah, als Witschi als Elektroingenieur bei einer Photovoltaikfirma ein Gebäude besichtigte. "Ein falscher Schritt rückwärts, plötzlich ging es rund 6 Meter in die Tiefe, da konnte ich meine Beine auf einmal nicht mehr spüren. Ich dachte mir so passiert es halt", erinnert sich Werner Witschi.

Teil 2: Spurensuche im Spital

Es sei Glück, dass er noch lebe, da nimmt Werner Witschi nimmt kein Blatt vor den Mund. Mit der Rega sei er damals ins Spital geflogen worden, erinnert sich der gebürtige Nidwaldner. Nun besucht Werner Witschi das Luzerner Kantonsspital und trifft dort die Frau, welche 2013 den Rettungsnotruf in der Zentrale entgegengenommen hat. Es ist ein emotionales Treffen.

Teil 3: Angehörige leiden mit

Studierter Ingenieur, zufrieden mit der Arbeit, dann von einem auf den anderen Moment querschnittgelähmt: Das Schicksal von Werner Witschi hat Spuren hinterlassen, nicht nur bei ihm, sondern auch bei seiner Frau. Wie es ist, wenn man noch fünf Jahre nach dem Unfall Herzklopfen bekommt, wenn ein Helikopter oder ein Krankenwagen zu hören ist, das zeigt der dritte Teil der Pfingstserie.

Teil 4: Schritte in die Zukunft

Wie fühlt sich Hoffnung für einen Querschnittgelähmten an? Im vierten und letzten Teil der Pfingstserie erzählt Werner Witschi von seiner Teilnahme an einem ETH-Projekt. Studenten haben vor einigen Jahren einen Laufroboter für Paraplegiker entwickelt, der es dem 59-Jährigen ermöglicht wieder zu gehen. Doch das war Witschi noch nicht genug. Er hat sogar an einem Wettkampf teilgenommen. Heute schöpft Werner Witschi neue Lebensenergie und hilft anderen Menschen sogar, ihre Bedürfnisse rollstuhlgerecht zu machen.

Teil 5: Physisch und psychisch aufstehen

Im fünften und letzten Teil der Pfingstserie, die nicht im TV ausgestrahlt worden ist, sind einige berührende Momente mit Werner Witschi dargestellt. Die Dachdeckervereinigung hat Werner Witschi angefragt, ob er ihnen aufzeigen würde, welche Sicherheitsmassnahmen nötig sind, damit solche Unfälle vermieden werden können. Zudem erzählt der gebürtige Nidwaldner von seiner Zeit in der Reha und wie es ihm gelang, psychisch und physisch wieder aufzustehen.