Umweltbericht: Schlechte Noten für Luzerner Boden

Die Ziele des Kantons Luzern sind wohl zu hoch gesteckt

Wie gesund sind Boden, Luft und Wasser im Kanton Luzern? Dieser Frage hat sich der Umweltbericht 2018 der Luzerner Regierung angenommen. Er hinterlässt für den Kanton Luzern ein durchzogenes Bild.

Um die Bodenqualität ist es im Kanton Luzern nicht gut bestellt. Wie der Umweltbericht 2018 zeigt, werden 53 Prozent der Gesamtfläche landwirtschaftlich genutzt. Da diese Flächen oft verdichtet sind, beispielsweise weil schwere Landmaschinen benutzt werden, nimt die Fruchtbarkeit im Boden ab und es wächst weniger. Zudem versickert weniger Wasser und es kommt zur Erosion. 

Auf dem Boden der Tatsachen

Der Boden macht dem Kanton auch in Bezug auf die Siedlungsgebiete zu schaffen. So entstehen im Kanton Luzern jährlich 66 Hektaren zusätzliche Siedlungsgebiete. Das entspricht drei Einfamilien-Parzellen im Tag. Es gibt aber nicht nur immer mehr Siedlungsgebiete für Menschen, auch bei den Tieren macht man sich Sorgen. Im Kanton Luzern ist laut Umweltbericht 2018 die Dichte an Nutztieren zwar seit Jahren stabil. Vergleicht man Luzern jedoch mit dem Rest der Schweiz, hat es im Pilatus-Land überdurchschnittlich viele Nutztiere.

Zu viele Schadstoffe in der Luft

Schlechte Noten gibt es im Kanton Luzern bezüglich der Grenzwerte für Schadstoffe in der Luft. Die gesetzten Ziele bezüglich Feinstaub- Stickoxid- und Ozonwerte sind laut Umweltbericht bis jetzt nicht erreicht worden. Und auch die Gewässer schneiden schlecht ab: Über 40 Prozent der Luzerner Flüsse und Seen sind zu wenig naturnah. Die Luzerner Regierung will nun dort ansetzen, wo der Kanton direkt Einfluss nehmen kann: bei der Siedlungsentwicklung, den Nährstoffüberschüssen, der Renaturierung und beim Grundwasser.

Audiofiles

  1. Der aktuellste Umweltbericht des Kantons Luzern. Audio: Philipp Breit