Ab dem 1. Juli gilt der Inländervorrang light

Stellenmeldepflicht für Berufsarten mit hoher Arbeitslosigkeit

"Inländervorrang light" gilt ab 1. Juli 2018 (Symbolbild).

Am 1. Juli 2018 kommt die Stellenmeldepflicht für Berufsarten mit hoher Arbeitslosigkeit zum Tragen. Der Bundesrat hat die Liste bestätigt: Betroffen sind derzeit 19 Berufsarten. Dazu zählen unter anderem die Berufe Betonbauer, Schauspieler, PR-Fachperson oder Kurier. Auch das Servicepersonal und Hilfskräfte in der Landwirtschaft sind erfasst.

Die aufgelisteten Berufe haben zwischen dem 1. April 2017 und dem 30. März 2018 alle die Arbeitslosenquote von 8 Prozent erreicht oder überschritten. Bei der Stellenmeldepflicht handelt es sich um den so genannten "Inländervorrang light", den das Parlament Ende 2016 beschlossen hat.

Inländervorrang light

Arbeitgeber in Berufsarten mit überdurchschnittlich hoher Arbeitslosigkeit müssen offene Stellen den Arbeitsämtern melden. Dort stehen die Informationen während fünf Arbeitstagen ausschliesslich den gemeldeten Stellensuchenden zur Verfügung. Diese erhalten dadurch einen zeitlichen Vorsprung bei der Bewerbung. Zusätzlich übermittelt die Arbeitsvermittlung innerhalb von drei Tagen passende Dossiers an Arbeitgeber, die Stellen ausgeschrieben haben. Diese laden geeignete Stellensuchende zu einem Bewerbungsgespräch oder zu einer Eignungsabklärung ein. Wer als geeignet gilt, entscheiden die Arbeitgeber nach Gutdünken.

Diese Regeln gelten ab 1. Juli 2018 in Berufsarten mit einer Arbeitslosenquote über 8 Prozent.