Sensoren sollen Schaden durch Hagel verringern

Die ersten Sensoren werden in den nächsten Woche installiert.

Hagelschaden an einem Auto (Symbolbild)

Hagel ist in der Schweiz für Versicherer die zweitteuerste Naturgefahr nach Hochwasser. Um die Vorhersage von Hagel zu verbessern und letztlich die Schäden zu reduzieren, soll nun ein Hagelmessnetz entstehen. Hinter diesem Vorhaben stehen die Universität Bern, die Versicherungsgenossenschaft Mobiliar und MeteoSchweiz.

Das geplante Hagelmessnetz soll aus insgesamt 80 vollautomatischen Hagelsensoren bestehen. Diese messen die Korngrösse, Aufprallenergie und den Zeitpunkt des Hagelschlags, wie aus einer Mitteilung der Schweizerischen Mobiliarversicherungsgesellschaft von Freitag hervorgeht. Bereits in den nächsten Wochen werden die ersten Sensoren installiert, zuerst im Emmental und im Entlebuch. Die weiteren "Hagel- Hotspots" Jura und Südtessin sollen folgen, wie es in der Mitteilung zudem heisst. Diese vier Regionen sind in der Schweiz am stärksten von dem Wetterphänomen betroffen.

Für Schäden in zweistelliger Millionenhöhe hat allein am letzten Mittwoch eine Gewitterlinie gesorgt, die am Nachmittag und Abend über die Schweiz hinweggezogen war. Sie brachte neben Überschwemmungen auch bis zu vier Zentimeter grosse Hagelkörner, die weite Teile der Kantone Zürich und Aargau sowie der Ostschweiz zeitweilig in eine weisse Winterlandschaft verwandelt haben.

(sda)