Oberkirch: Mörder bleibt im Gefängnis

Bundesgericht stützt Luzerner Justizbehörden

Der Mann erstach im Jahr 2000 in Oberkirch seine Verlobte (Symbolbild)

Ein Marokkaner, der im Kanton Luzern vor bald 20 Jahren seine schwangere Verlobte umgebracht hatte, bleibt in Haft. Das Bundesgericht stütze einen Entscheid der Luzerner Justizbehörden, schreibt die Zentralschweiz am Sonntag.

Im Jahr 2000 hatte der Marokkaner in Oberkirch seine Verlobte, welche schwanger war, mit einem Messer erstochen. Ein paar Tage zuvor hatte die Frau die Hochzeit platzen lassen. Ohne Heirat wäre der Asylbewerber ausgewiesen worden, aus diesem Grund habe er seine Verlobte schliesslich umgebracht, so das Gericht. Wegen Mordes wurde der Mann schliesslich zu 20 Jahren Haft verurteilt. Wer in der Schweiz zwei Drittel der Gefängnisstrafe abgesessen hat, kann unter diversen Bedingungen frühzeitig aus der Haft entlassen werden. Der Marokkaner aber nicht, so die Justizbehörden. Er sei zu gefährlich und bleibe das auch. Das Bundesgericht stützt diesen Entscheid. 

Bei einer Entlassung aus dem Gefängnis würde der Mann in seine Heimat abgeschoben und dürfte 15 Jahre lang nicht mehr in die Schweiz einreisen. Die Behörden befürchten aber, dass er illegal wieder einreisen könnte. Auch deshalb bleibe er in Haft.

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