Zuger ersetzen "geistesschwach" durch "urteilsunfähig"

Die Zugerinnen und Zuger modernisieren ihre Kantonsverfassung - zumindest sprachlich

Der Kanton Zug

Die Zugerinnen und Zuger modernisieren ihre Kantonsverfassung - zumindest sprachlich: Sie haben bei der Abstimmung veraltete Wörter wie "geisteskrank" und "geistesschwach" gestrichen.

Die sprachliche Modernisierung wurde deutlich mit 28'062 zu 2028 Stimmen gutgeheissen. Dies entspricht einem Ja-Anteil von 93,26 Prozent. Die Stimmbeteiligung lag bei 40,45 Prozent. In der bisher gültigen Verfassung von 1894 stand immer noch, dass kein Stimmrecht hat, wer "wegen Geisteskrankheit oder Geistesschwäche entmündigt" ist. Ersetzt wurden diese Begriffe nun mit "dauerhaft urteilsunfähig" sowie "unter umfassender Beistandschaft stehend".

Inhaltlich wurde nichts geändert, weshalb die Vorlage unbestritten war. Weil es sich aber um eine Verfassungsänderung handelte, musste das Volk die Änderung absegnen.

(Quelle: sda)